Leben und Schicksal

 

Leonardo da Vinci (1452-1519):

Wer das Leben nicht schätzt, der verdient es nicht.

Wie ein gut verbrachter Tag einen glücklichen Schlaf beschert,
so beschert ein gut verbrachtes Leben einen glücklichen Tod.



Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832):

Man ist nur eigentlich lebendig, wenn man sich des Wohlwollens andrer erfreut.

Das ganze Leben besteht aus Wollen und Nicht-Vollbringen,
Vollbringen und Nicht-Wollen.

Das Muss ist hart, aber beim Muss kann der Mensch allein zeigen, wie's inwendig mit ihm steht. Willkürlich leben kann jeder.

Man verliert nicht immer, wenn man entbehrt.

Jeder Mensch muss nach seiner Weise denken, denn er findet auf seinem Wege immer ein Wahres, oder eine Art von Wahrem, die ihm durchs Leben hilft; nur darf er sich nicht gehen lassen; er muss sich kontrollieren; der bloße nackte Instinkt geziemt nicht dem Menschen.

Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.

Wer freudig tut und sich des Getanen freut, ist glücklich.


        Glücklich wenn die Tage fließen,
        Wechselnd zwischen Freud und Leid,
        Zwischen Schaffen und Genießen,
        Zwischen Welt und Einsamkeit.


Es gibt keine Lage, die man nicht veredeln könnt durch Leisten oder Dulden.


Des Menschen Heil ist: ein immer strebend sich Bemühen in täglicher Arbeit, innig verbunden mit Besinnnung und Betrachtung.


        Das ist der Weisheit letzter Schluss:
        Nur der verdient sich Freiheit wie das leben,
        Der täglich sie erobern muss.

(Faust, 2. Teil, 5. Akt)



John Stuart Mill (1806 - 1873):

Die einzige Freiheit, die diesen Namen verdient, ist das Recht, unser Wohlergehen auf unserem eigenen Wege zu verfolgen, solange wir nicht anderen das ihrige verkümmern oder ihre darauf gerichteten Bemühungen durchkreuzen.



William Hazlitt (1778 - 1830):

Die Lebenskunst besteht darin zu wissen, wie man sich an wenigem erfreut und vieles erträgt.



George Bernard Shaw (1856 - 1950):

Die Kunst des Lebens liegt in einer dauernden Neueinstellung zu unserer Umgebung.



Anaximander (um 611 - 546 v. Chr.):

Lebenskunst ist, Problemen nicht auszuweichen, sondern daran zu wachsen.



Curt Goetz (1888 - 1960):

Ein Lebenskünstler ist, wer sich von den lästigen Kleinkriegen des Lebens nicht klein kriegen lässt.



Thomas Jefferson (1743 - 1826):

Lebenskunst ist die Kunst, Schmerzen zu vermeiden.



Konrad Lorenz (1903 - 1989):

Dem Leide aus dem Wege gehen zu wollen heißt, sich einem wesentlichen Teil des menschlichen Lebens zu entziehen.



Henrik Ibsen (1828 - 1906):

Lebenskünstler wissen,dass es vor allem darauf ankommt, sich mit den richtigen Leuten zu vergleichen.



Eugen Roth (1895 - 1976):

        Gesunde quält oft der Gedanke:
        Wohin sie schauen - lauter Kranke!
        Doch blickt ein Kranker in die Runde,
        Sieht er nur unverschämt Gesunde.



Jean Anouilh (1910 - 1987):

Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.



Erich Fromm (1900 - 1980):

Glück ist kein Geschenk der Götter - es ist die Frucht einer inneren Einstellung.

Glücklich wird der Mensch durch die Bestätigung seiner eigenen Kräfte, wenn er sich selbst aktiv in der Welt erlebt. Es lässt sich zeigen, dass das Glück für den Menschen in der Liebe zum Leben liegt.



Maurice Barrés (1862 - 1923):

Glück ist im Grunde nichts anderes als der mutige Wille zu leben, indem man die Bedingungen des Lebens annimmt.



Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.):

Ein glückliches Leben besteht in erster Linie aus Freiheit von Sorgen.



Carl Zuckmayer (1896 - 1977):

Die Hälfte des Lebens ist Glück, die andere ist Disziplin - und die ist entscheidend, denn ohne Disziplin könnte man mit seinem Glück nichts anfangen.



Hermann Hesse (1877 - 1962):

Wer stärker individualisiert ist, muss erkennen, dass das Leben ein Kampf zwischen Opfer und Trotz, zwischen Anerkennung der Gemeinschaft und Rettung der Persönlichkeit ist.

Allerhöchster Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt.

Jeder, der an einen Sinn im Leben und an die hohe Bestimmung des Menschen glaubt, ist im heutigen Chaos wertvoll, einerlei zu welcher Konfession er gehört und an welche Zeichen er glaubt.

Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben - aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind.



Niels Bohr (1885 - 1962):

Der Sinn des Lebens besteht darin, dass es keinen Sinn hat zu sagen, dass das Leben keinen Sinn hat.



Samuel Butler (1835 - 1902):

Ist das Leben lebenswert? Das ist eine Frage für einen Embryo, nicht für einen Erwachsenen.

Leben ist die Kunst, aus falschen Voraussetzungen richtige Schlüsse zu ziehen.



Erich Fromm (1900 - 1980):

Der Bereich der Liebe, Vernunft und Gerechtigkeit existiert als Realität nur deshalb und insofern, als der Mensch es vermochte, während des gesamten Evolutionsprozesses diese Kräfte in sich zu entwickeln. Nach dieser Auffassung besitzt das Leben keinen Sinn außer dem, den der Mensch ihm gibt; die Menschen sind völlig allein und können ihre Einsamkeit nur überwinden, indem sie einander helfen. [Die Kunst des Liebens, Liebe zu Gott]

Bei der Kunst des Lebens ist der Mensch sowohl der Künstler als auch der Gegenstand seiner Kunst. Er ist der Bildhauer und der Stein, der Arzt und der Patient.



John Henry Newman (1801 - 1890):

Leben heißt sich verändern.

Vollkommen sein heißt, sich oft verändert haben.



Oscar Wilde (1854 - 1900):

Darauf läuft alles Leben hinaus: sich zu entfalten.

Ziel des Lebens ist die Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung bringen, das ist unsere Bestimmung.

Die Menschen fragen immer nur nach dem Preis und nicht nach dem Wert.



Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835):

Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.



Albert Schweitzer (1875 - 1965):

Liebe Menschen im Leben haben, macht den Reichtum des Daseins aus.



André Gide (1869 - 1951):

Die Art, in der wir versuchen, der äußeren Welt unsere private Deutung aufzuerlegen, macht das Drama unseres Lebens aus. Alle, die behaupten, nach gewissen Lebensregeln zu handeln - wie schön diese Regeln auch sein mögen - , scheinen mir Narren zu sein oder zumindest Tölpel, unfähig, das Leben auszunutzen - das heißt, vom Leben zu lernen.

Verstehen heißt, sich eine Frage stellen, die durch das, was man versteht, genau beantwortet wird.



Immanuel Kant (1724 - 1804):

Ein jeder Mensch macht sich einen eigenen Plan seiner Bestimmung auf dieser Welt. Geschicklichkeiten, die er erwerben will, Ehre und Gemächlichkeit, die er sich davon für künftig verspricht, dauerhafte Glückseligkeiten im ehelichen Leben und eine lange Reihe von Vergnügungen oder von Unternehmungen machen die Bilder der Zauberlaterne aus, die er sich sinnreich zeichnet und lebhaft nacheinander in seinen Einbildungen spielen lässt. Der Tod, der dieses Schattenspiel schließt, zeigt sich nur in dunkler Ferne und wird durch das Licht, das über die angenehmeren Stellen verbreitet ist, verdunkelt und unkenntlich gemacht. Während dieser Träumereien führt uns unser wahres Schicksal ganz andere Wege. Das Los, das uns wirklich zuteil wird, sieht demjenigen selten ähnlich, was wir uns versprachen; wir finden uns bei jedem Schritte, den wir tun, in unseren Erwartungen getäuscht, indessen verfolgt gleichwohl die Einbildung ihr Geschäft und ermüdet nicht, neue Entwürfe zu zeichnen, bis der Tod, dennoch immer fern zu sein scheint, plötzlich dem ganzen Spiel ein Ende macht.

Was der feinere Teil der Menschen Leben nennt, ist ein wunderliches Gewebe von langweiligen Zeitkürzungen, auch mehreren Plagen der Eitelkeit und einem ganzen Schwarm alberner Zerstreuungen. Der Verlust derselben wird meist für noch viel ärger als der Tod gehalten.

Das Ausfüllen der Zeit durch planmäßig fortschreitende Beschäftigungen, die einen großen beabsichtigten Zweck zur Folge haben, ist das einzige sichere Mittel, seines Lebens froh und dabei doch auch lebenssatt zu werden.



Sir Winsten Churchill (1874 - 1965):

Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen.



Thornton Niven Wilder (1897 - 1975):

Das ist alles, was wir tun können: immer wieder von neuem anfangen - immer wieder und wieder.



Walter Janka (geb. 1914):

Um neu zu beginnen, muss das Alte überwunden werden. Was nicht von selbst stürzt, muss man abtragen. Aber mit dem Abtragen allein ist es nicht getan. Man muss auch wissen, worin das Neue besteht, wie es besser zu machen ist.



Ernst Ferstl (geb. 1955):

Es spricht nichts gegen ein Leben für etwas. Ganz im Gegenteil.

Wir müssen oft neu anfangen, aber nur selten von vorne.

Nichts in unserem Leben geschieht ohne Grund. Der Rest ist Zufall.

Wenn wir den Sinn des Lebens suchen, finden wir im Idealfall unseren eigenen Weg.

Der Sinn des Lebens: immer das Leben und die Liebe im Sinn zu haben.

Wer um die Wurzeln seines Lebens weiß, kann seinen Gedanken, Worten und Werken Flügel verleihen.

Ob wir vom Leben hart- oder weichgeklopft werden, hängt davon ab, ob wir hart oder weich sind.

Die Kunst eines erfüllten Lebens ist die Kunst des Lassens: Zulassen - Weglassen - Loslassen.



Lin Yutang (1895 - 1976):

Neben der edlen Kunst, Dinge zu tun, gibt es die Kunst, Dinge ungetan zu lassen.

Die Weisheit des Lebens besteht im Weglassen des Unwesentlichen.



Oskar Wilde (1854 - 1900):

Meiner Ansicht nach ist das Geheimnis des Lebens, die Dinge sehr, sehr leicht zu nehmen.



Theodor Fontane (1819 - 1898):


                Kunst des Lebens

        Leicht zu leben, ohne Leichtsinn,
        heiter zu sein, ohne Ausgelassenheit,
        Mut zu haben, ohne Übermut.




Demokrit (um 460 - 360 v. Chr.):

Ein Leben ohne Feste ist ein weiter Weg ohne Wirtshäuser.



Chinesisch:

Hauptsache ist, dass wir lächeln können zu unserem Leben, unseren Pflichten, ja unseren Leiden.



Christian Morgenstern (1871 - 1914):

Sieh, das ist Lebenskunst: Vom schweren Wahn des Lebens sich befrein, fein hinzulächeln übers große Muss.



Philipp Nicodemus Frischlin (1547 - 1590):

Sich selbst und die lieben Mitmenschen nicht gar so ernst zu nehmen, lässt uns in vielen Fällen den lächerlichen Kleinkram, den wir Sorge nennen, erträglicher erscheinen. Ist es wirklich so wichtig, das bisschen Leben?



George Bernard Shaw (1856 - 1950):

Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe.



Franz M. Wuketits (geb. 1955):

»Ja« zum Leben bedeutet, den Tatsachen ins Auge zu sehen: die Natur nicht nur in ihren uns angenehm erscheinenden Aspekten zu sehen, sondern auch ihre »ewigen Zyklen« von Leben und Sterben, Geburt und Tod, Aufbau und Zerstörung zu erkennen und zur Einsicht zu gelangen, dass sich selbst ein Leben in diesem Schlamassel für jeden einzelnen von uns lohnen kann, wenn auch nur für begrenzte Zeit und ohne irgendeine noch so vage Aussicht auf das Paradies.



Albert Einstein (1879 - 1955):

Wie ohnmächtig auch die guten und gerechten Menschen sein mögen, sie allein machen das Leben lebenswert.

Wer sein eigenes Leben und das seiner Mitmenschen als sinnlos empfindet, der ist nicht nur unglücklich, sondern auch kaum lebensfähig.

Der Mensch kann eben in seinem kurzen und gefahrenreichen Leben einen Sinn nur finden, wenn er sich dem Dienst an der Gesellschaft widmet.

Und es ist die hohe Bestimmung des Menschen, mehr zu dienen als zu herrschen oder sich sonst in irgendeiner Form zu erheben.

Nur das Leben im Dienst anderer ist ein lebenswertes Leben.

Nicht auf Personen kommt es an, sondern auf Werke im Dienst der Gesellschaft.



William Shakespeare (1564 - 1616):

Der bessere Teil der Tapferkeit ist Vorsicht.



Arthur Schopenhauer (1788 - 1860):

Um durch die Welt zu kommen, ist es zweckmäßig, einen großen Vorrat an Vorsicht und Nachsicht mitzunehmen: durch erstere wird man vor Schaden und Verlust, durch letztere vor Streit und Händel geschützt. Wir erkennen alsdann, dass das Beste, was die Welt zu bieten hat, eine schmerzlose, ruhige, erträgliche Existenz ist und beschränken unsere Ansprüche auf diese, um sie desto sicherer durchzusetzen.

Denn überhaupt ist die Basis unseres Wesens und folglich auch unseres Glücks unsere animalische Natur. Daher ist, für unsere Wohlfahrt, Gesundheit das Wesentlichste, nächst dieser aber die Mittel zu unserer Erhaltung, also ein sorgenfreies Auskommen. Ehre, Glanz, Rang, Ruhm, so viel Wert auch mancher darauf legen mag, können mit jenen wesentlichen Gütern nicht kompetieren (wetteifern), noch sie ersetzen: vielmehr würden sie, erforderlichenfalls, unbedenklich für jene hingegeben werden.

Um mit vollkommener Besonnenheit zu leben und aus der eigenen Erfahrung alle Belehrung, die sie enthält, herauszuziehen, ist erfordert, dass man oft zurückdenke und was man erlebt, getan, erfahren und dabei empfunden hat rekapituliere, auch sein ehemaliges Urteil mit seinem gegenwärtigen, seinen Vorsatz und Streben mit dem Erfolg und der Befriedigung durch denselben vergleiche.

Ein wichtiger Punkt der Lebensweisheit besteht in dem richtigen Verhältnis, in welchem wir unsere Aufmerksamkeit teils der Gegenwart, teils der Zukunft widmen, damit nicht die eine uns die andere verderbe. Viele leben zu sehr in der Gegenwart: die Leichtsinnigen; - andere zu sehr in der Zukunft: die Ängstlichen und Besorglichen. Selten wird einer genau das rechte Maß halten.

Leben ist vom Standpunkt der Jugend aus gesehen eine unendlich lange Zukunft; vom Standpunkt des Alters aus eine sehr kurze Vergangenheit.

Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen.



Ignazio Silone (1900-1978):

Schicksal ist eine Erfindung der Feigen und Resignierten.



Heinrich von Kleist (1777-1811):

Unsere äußeren Schicksale interessieren die Menschen, die inneren nur den Freund.



Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916):

Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.

Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.

Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns den Halt im Leben.



Arabischer Rat:

Sage nicht alles, was du weißt,
tue nicht alles, was du kannst,
glaube nicht alles, was du hörst, und
verbrauche nicht alles, was du hast!



Marc Aurel (Marcus Aurelius, 121 - 180):

Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht.



Jean de la Bruyére (1645 - 1696):

Das Leben ist eine Tragödie für die, die fühlen, und eine Komödie für die, die denken.



Rabindranath Tagore (Thakur, 1861 - 1941):

Leuchtende Tage - nicht weinen, dass sie vorüber, sondern lächeln, dass sie gewesen.



Sokrates (496 - 399 v. Chr.):

Bedenke, dass die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind, dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein.



Thornton N. Wilder (1897 - 1975):

Ein Übermaß an Hoffnung ist nicht ungefährlich. Es wirkt wie örtliche Betäubung auf die Tatkraft.



Gottfried Benn (1886 - 1956):

Hoffen heißt: Vom Leben falsche Vorstellungen haben.



Anatole France (1844 - 1924):

Wer von den ungewissen Ereignissen der Zukunft nichts erhofft und nichts befürchtet, ist wahrhaft klug.

Die Wahrheit ist: das Leben ist entzückend, schrecklich, charmant, grauenvoll, süß, bitter, und das ist alles.



Ernst Bloch (1885 - 1977):

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, besonders wenn er keines hat.



H.-G.-V. R. Comte de Mirabeau (1749 - 1791):

Es gibt nur drei Formen, um im Leben zu bestehen:
stehlen, betteln oder etwas leisten.



Laotse (vor 300 v. Chr.):

Wirken, nicht gewinnen! Schaffen, nicht besitzen!

Wer auf sich sieht, strahlt nicht in die Welt.



Karl Raimund Popper (1902 - 1994):

... Das ist die Tatsache, dass der Tod unserem Leben einen Wert, und zwar in gewissem Sinne einen beinahe unendlichen Wert verleiht und die Aufgabe dringlicher und attraktiver macht, unser Leben dazu zu nutzen, etwas für andere zu leisten...

(aus: Das Ich und sein Gehirn, Piper 1989, S. 654, Dialog mit John C. Eccles)



Friedrich Nietzsche (1844 - 1900):

Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen, ist beim Erwachen daran denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tage eine Freude machen könne.

Seines Todes ist man gewiss: Warum sollte man nicht heiter sein?



Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781):

Totsein hat nichts Schreckliches und insofern Sterben nichts als der Schritt zum Totsein ist, kann auch das Sterben nichts Schreckliches haben.

(aus: Wie die Alten den Tod gebildet, 1769)



Bertold Brecht (1898-1956):

Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.



Immanuel Kant (1724 - 1804):

Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, ist nicht tot, der ist nur fern.
Tot ist nur, wer vergessen wird.

Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht zu den vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.



Siegmund Graff (1898 - 1979):

Lachen erhält jung - und es wird aus eben diesem Grund mit dem Alter immer kostbarer.






Eberhard Liß (geb. 1941):

Ein glückliches Leben ist möglich durch sinnvolles Tun zwecks Selbsterhaltung und sozialer Anteilnahme.

Existenzielle Selbständigkeit gelingt mit natürlicher Eigennutz-Orientierung zwecks Selbsterhalt durch möglichst sozialverträgliche Selbstbestimmung ohne "unsoziale" Auswirkungen.

Nützliches für sich und andere tun bedeutet: - die kurze Lebenszeit sinnvoll nutzen.

Viele kleine und wenige große Lebensfreuden helfen uns über den existentiellen Ernst des Lebens und mögliche Schicksalsschläge hinweg.

Wer Schönes am Leben mit Freude findet und wer Leid ohne Verzagen ertragen kann, der wird als ein 'Lebenskünstler' geachtet.

Das Leben glücklich meistern ohne Klagen, - das ist Lebenskunst.

Lebenskunst erfordert das Finden und Einhalten des rechten Maßes für eigenwillige Bestrebungen.

Lebenskünstler pendeln erfolgreich zwischen riskantem Austesten eigener Grenzen und sicherheitsorientierter Selbsteinschränkung.

Die bewusste Selbstverwirklichung ist eine Lebenskunst. Sie gleicht einer gefährlichen Gratwanderung zwischen faulen Kompromissen und kämpferischer Selbstaufopferung.

Dem lernenden Lebenskünstler mit Selbstvertrauen gelingen optimale Entscheidungen zum Selbsterhalt, besonders durch Selbsthilfe und Selbstvorsorge.

Planlos leben mit naiver Zuversicht ist bequemer als voraussichtiges Denken mit ungewissen Modellvorstellungen beim Problemlösen.

Wer ohne Sicherheitspolster über seine Verhältnisse lebt, der tappt in die Schuldenfalle.

Selbstmitleid hilft nicht weiter, - schwächt sogar Tatkraft und Lebensmut.

Wer die vielen Übel erkennt, die er nicht bekämpfen kann, der muss sich mit konstruktiver Gelassenheit vor Ärger und Depression schützen, um sein Tagwerk erfolgreich erledigen zu können.

Je älter man wird, um so mehr muss man beim Durchhalten aushalten.

Wir erfahren ein beglückendes Selbstwertgefühl und neuen Lebensmut nach erfolgreicher Anstrengung oder tapferem Durchhalten, wobei eigener Humor erleichternd wirkt.

Humorvolles Lachen macht den Ernst des Lebens erträglicher.

Echte Lebenshilfen sind Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Humor, - wohl dem, der dazu fähig ist.

Wer seine Schaffenskraft nutzvoll einsetzt, führt ein erfülltes Leben.

Wer durch erfolgreiches Handeln nutzt, kann mit sich zu frieden sein.



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