Essay aus
LISS-KOMPENDIUM - Spitzenleistungen der Weltraumforschung - »
Eine Raumfahrt-Chronik
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Menschen im All sahen unsere Erde als blauen Planet
1. Von Mondlandungen zur Internationalen Raumstation ISS
Die erstmalige Mondumrundung dreier Menschen im Raumschiff gelang der Mission Apollo 8 (mit Frank Borman, William Anders und James A. Lovell) nach ihrem Start am 21.12.1968. Danach wurden noch zwei weitere Testflüge gestartet: Apollo 9 am 03.05.69 (mit McDivitt, Scott, Schweickart) und Apollo 10 am 18.05.69 (mit Cernan, Young, Stafford).
Apollo 11 (mit Collins, Armstrong, Aldwin) wird im Juli 1969 auf den Weg ins All gebracht.
Während der Pilot Michael Collins in der Kommandokapsel den Mond umkreist, betreten am 20.07.1969, d. h. am 21.07.69 um 03:56 Uhr MEZ,
Neil A. Armstrong als erster und gleich danach (Buzz) Edwin E. Aldrin als zweiter Mensch den Mond,
- was auch live im Fernsehen zu beobachten ist.
Sie bleiben auf dem Mond 2,5 Stunden lang und führen dort mehrere wissenschaftliche Arbeiten durch.
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Apollo 12 startete am 14.11.69 mit Conrad, Gordon, Bean an Bord. Am 19.11.69 erfolgte der Ausstieg auf den Mond für Untersuchungen (15 Std.). Gesammeltes Mondgestein wurde zur Erde mitgebracht.
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Der letzte Flug zum Mond gelang mit Apollo17, gestartet am 06.12.1972. Mitgebracht wurde wieder (seit der 4. Mondlandung mit Apollo 15) ein Mondfahrzeug Lunar Rover für kilometerweite Erkundungen. - Auf dem Mond zurückgelassen wurden 3 Lunar Rover und 6 Eagle-Untergestelle u. a..
Obwohl ursprünglich 20 Apollo-Missionen geplant waren, erfolgten keine weiteren Mondlandungen aus politischen und finanziellen Gründen (Neuorientierung aufgrund Vietnamkrieg der USA-Administration).
Es waren bei sieben Apollo-Missionen sechs Mondlandungen geglückt, so dass insgesamt 12 Menschen den Mond betreten konnten und fast 400 kg Gestein zur Erde brachten. Vom Mond aus erblickten die Astronauten die Erde als eine von der Sonne beleuchtete blau-weiße Kugel im finsteren Weltraum.
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Das erfolgreiche Mondlandeprogramm der USA bedeutete für den deutschen Raketenspezialisten Wernher von Braun die Krönung seiner Laufbahn. Dieser war maßgeblich beteiligt an der Entwicklung von Flüssigtreibstoffraketen bis zur Saturn V (110 m hoch), die aus Kostengründen nicht weiter genutzt wurde. -
Die Beendigung des Apollo-Programms erfolgte aufgrund drastischer Kürzungen des NASA-Etats und mit militärischer Orientierung auf die Entwicklung eines kostengünstigeren (weil wieder verwendbaren) Space Shuttle als Transporter für Flüge zu und von einer bewohnbaren Raumstation.
Bereits am 14.01.69 gelang die erste Ankopplung zweier großer bemannter Raumfahrzeuge, - der russischen Sojus 4 und Sojus 5. Das bedeutete die Grundlage für internationale Projekte mit ständig beschickten Raumstationen, was perspektivisch wichtiger war als aufwändige Mondlandeprojekte.
Am 15.07.1975 erfolgte nach langem Manöver die Kopplung von Apollo18 mit Sojus 19 und ein internationales Treffen der Besatzungen, - bewirkt durch politische Kooperation von USA und UdSSR.
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Erst im November 1989 begann ein schrittweiser Aufbau der Internationalen Raumstation ISS mit Hilfe von russischen Schwerlast-Raketen zum Transport einzelner Module. Danach folgten Flüge mehrerer Space Shuttles mit siebenköpfigen internationalen Besatzungen (projektiert bis 2010, - siehe Chronik).
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2. Daten zur Raumfahrt-Geschichte - Eine kurze Chronik
04.10.1957 (MEZ) - Der Satellit "Sputnik" als erster künstlicher Erdtrabant, von der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) in den Orbit geschossen, löst neue Dimensionen des Wettrüstens der beiden Supermächte UdSSR und USA aus.
Der Sputnik funkte Signale bis zu seinem geplanten Absturz am 7. Januar 1958 zur Erde. Mit diesem großen Erfolg der sowjetischen Weltraumforschung begann die Ära der Raumflüge, zunächst mit Tests von Organismen wie Tieren.
Im November 1957 flog die Hündin "Laika" mit einer russischen Rakete als erstes Lebewesen ins All.
01.10.1958 - Gründung der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA (National Aeronautics and Space Administration). Ihr zweiter Direktor James E. Webb machte die NASA zur einflussreichsten USA-Behörde der sechziger Jahre. Abgegrenzt vom Militär entstanden die Raumfahrtzentren in Texas.
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12.04.1961 - Der russische Major Juri Gagarin umkreist als erster Mensch im All die Erde in 89,1 min.
Im Jahr 1961 kehrte der Schimpanse "Ham" als amerikanischer "Astrochimp" nach 17 Minuten Flug in einer Raumkapsel wohlbehalten zurück und freute sich beim Ergreifen eines gereichten Apfels als Lohn.
Am 5.05.1961 wurde der erste Amerikaner Alan B. Shepard ins All geschossen (Parabel-Flug, 15 min).
Am 20.02.1962 umrundete John Glenn in der Mercury-Kapsel "Friendship 7" die Erde dreimal (3 mal 5 Stunden). - Zuvor hatte der russische Kosmonaut German Titow die Erde 17-mal umrundet.
Im Jahr 1965 gelang die erste Mars-Mission der NASA. Die automatische Sonde "Mariner 4" umflog den Mars in 17000 bis fast 10000 km Höhe und sendete dabei Funkdaten von 22 Fotos zur Erde.
03.02.1966 - Das erste von Menschen gebaute Objekt, die Raumsonde "Luna 9" der UdSSR, setzt weich auf der Mondoberfläche auf. Drei Tage lang sendete Luna 9 viele Bilder von der Mondoberfläche zur Erde.
01.03.1966 - gut drei Monate nach ihrem Start erreicht das erste von Menschen gebaute Objekt, die sowjetische Sonde "Verena 3", die Venus und klinkt eine Landesonde aus, die in der Atmosphäre der Venus teilweise verglühte bzw. als Schrott auf den Planeten aufschlug.
Erst 1990 erreichte die US-amerikanische-europäische Sonde "Magellan" die Venus und kartiert 99% der Venus-Oberfläche durch Abtastung mit Radar.
31.05.1966 - Die amerikanische Sonde "Surveyor 1" wird zum Mond geschossen und landet dort nach 63:36 Stunden weich. Sie sendet innerhalb von zehn Wochen 12150 Aufnahmen von der Mondoberfläche zur Erde.
20.09.1966 - "Surveyor 2" wird beim Aufschlag auf den Mond zerstört.
21.12.1966 - Die sowjetische Sonde "Luna 13" landet weich auf dem Mond und sammelt erste Bodenproben, analysiert sie chemisch und funkt die Ergebnisse zur Erde.
21.12.1968 - Um 13.51 Uhr (MEZ) startet die US-amerikanische Raumkapsel Apollo 8 zum ersten bemannten Flug um den Mond, - mit den Astronauten Frank Borman, William Anders und James A. Lovell an Bord. Die erste Live-Übertragung via TV vom Erdtrabanten zur Erde erfolgte am nächsten Tag. Die Rückkehr zur Erde gelang am 27.12.1968. -
Die Astronauten sahen mit eigenen Augen die Rückseite des Mondes, der ca. 384 405 km von der Erde entfernt war. Eine halbe Million Techniker und Wissenschaftler in den USA hatten acht Jahre lang für das Mondflugprogramm geforscht und konstruiert.
Es folgten noch zwei weitere Testflüge: Start von Apollo 9 am 3.5.69 (mit McDivitt, Scott, Schweickart) und von Apollo 10 am 18.5.69 (mit Cernan, Young, Stafford).
Am 14.01.69 gelang der UdSSR die weltweit erste Ankopplung großer bemannter Raumfahrzeuge, der Sojus 4 und 5. Das war eine Ausgangsbasis für perspektivisch ausbaubare Raumstationen (vgl. ISS).
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20.07.1969 (21.07.69 um 03:56 Uhr MEZ) - Die erste Mondlandung der Menschheit gelingt der Mission Apollo11 mit der Mondfähre "Eagle" (Adler), aus der Neil A. Armstrong und Edwin E. Aldrin aussteigen und erstmalig den Mond betreten. Ihr dortiges Arbeitsprogramm dauerte nur 2,5 Stunden.
14.11.1969 - Start der erfolgreichen 2. Mondlande-Mission Apollo 12 (Besatzung: Conrad, Gordon, Bean) mit einer Rakete Saturn V. Am 19.11.69 erfolgte eine 15-stündige Untersuchung der Mondoberfläche, wobei mehrere Bodenproben entnommen und Mondgestein eingesammelt wurde.
11.04.1970 - Start der unglücklichen Mission Apollo 13, die wegen der (über 300000 km entfernten) Explosion eines Sauerstofftanks des Servicemoduls vorzeitig beendet werden musste. Infolge des Zusammenbruchs der Elektrizitäts-, Licht- und Wasserversorgung der Kommandokapsel musste die dreiköpfige Besatzung in die Mondfähre Aquarius umsteigen. Nach Umfliegen des Mondes kehrten die Astronauten dank vieler technischer Improvisationen am 17.04.1970 wohlbehalten zur Erde zurück.
Im Februar 1971 gelang die Mission Apollo 14 als dritte Mondlandung für erfolgreiche Experimente.
26.07.1971 - Start der Mission Apollo 15. Die vierte Mondlandung am 28.07.71 (Ausstieg am 31.07.) brachte erstmalig ein Mondfahrzeug Lunar Rover zum Einsatz, mit dem über 25 km weit gefahren wurde, um unterschiedliche Gesteins- und Bodenproben zu sammeln. Erfolgreich waren mehrere Experimente, z. B. "Hammer und Feder fallen gleichschnell im Vakuum" (Fallgesetz von Galileo Galilei). Hinterlassen wurde eine Gedenktafel mit 14 Namen von Astronauten, die bis 1971 verunglückt waren.
16.04.1972 - Start der Mission Apollo 16 mit erfolgreicher fünfter Mondlandung. Nach dem Ausstieg am 22.04.72 erkundeten zwei Astronauten auf einer kilometerweiten Rover-Fahrt gebirgiges Gelände, wobei sie ausgebohrte Bodenproben und gefundenes Gestein vom Mond mitnahmen.
06.12.1972 - Start der Mission Apollo 17 zur letzten (6.) Mondlandung. Am 11.12. erfolgte wieder der Ausstieg aus Eagle und viele wissenschaftliche Arbeiten, auch weite Rover-Fahrten zum Sammeln von 110 kg Gestein. Der letztmalige Rückflug von Mondbesuchern zurück zur Erde gelang am 19.12.72.
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15.07.1975 - erste gemeinsame Mission der USA und UdSSR als "Rendezvous im All": Ein fast 48 Stunden dauerndes Kopplungsmanöver der zwei Raumschiffe Apollo 18 und Sojus 19. - Kosmonaut Alexei A. Leonow und Astronaut Thomas P. Stafford reichten sich als Erste der Besatzungsmitglieder die Hand. Ein besonderes Verbindungsstück und eine Schleusenkammer ermöglichten den Austausch der internationalen Besatzungsmitglieder, die sich schon durch gemeinsames Training kennengelernt hatten.
Am 12.04.1981 beginnt der Junfernflug der neu entwickelten Raumfähre "Columbia" als erstes wieder verwendbares Space Shuttle. Dieses sitzt auf einem riesigen Tank, der die drei Triebwerke mit Flüssigtreibstoff speist. Zusätzlichen Schub beim Start liefern zwei Feststoffraketen (Booster) rechts und links, die nach 2 Minuten Brenndauer abgeworfen werden. Es wurden fünf Space Shuttles gebaut.
28.01.1986 - 73 Sekunden nach dem 25. Start des Space Shuttle "Challenger" (Flug 51-L) explodierte der in der kalten Nacht vor dem Start vereiste Raumgleiter aufgrund eines Lecks an der Nahtstelle zwischen zwei unteren Segmenten des rechten Boosters. Als später festgestellte Unfallursache wurden undichte "O-Ringe" identifiziert. - Bei dieser Katastrophe starben alle sieben Besatzungsmitglieder: Francis Richard Scobee, Mike Smith, Judith Resnik, Gregory Jarvis, Colonel Ellison Onizuka und Ronald McNair sowie die Lehrerin Christa McAuliff beim Absturz aus fast 20 km Höhe.
24.04.1990 - orbitales Einrichten des Weltraumteleskops Hubble für sichtbares Licht, Ultraviolett- und Infrarotstrahlung, das seitdem die Erde in rund 600 Kilometer Höhe umkreist (innerhalb von 95 Minuten einmal). Das
Hubble-Teleskop dient zur Beobachtung und präzisen Fotografie weit entfernter Objekte im Kosmos. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von NASA und Europäischer Weltraumorganisation ESA.
20.11.1998 - Das erste Modul, eine 20 t schwere Aluminiumröhre, für die ausbaubare
Internationale Raumstation ISS (Alpha) wird auf dem russischen Weltraumbahnhof Baikonur mit einer Proton-Schwerlastrakete ins All geschossen. Zwei Wochen später wurde in ca. 360 km Höhe das russische mit einem US-amerikanischen Modul gekoppelt. Weitere Module und Einrichtungen zur Realisierung von notwendigen Arbeits-und Lebensbedingungen konnten sukzessive installiert werden.
Im Jahr 1999 erfolgte die Marslandung der NASA-Mission "Pathfinder" mit dem Rover "Sojourner", der von der Erde aus gesteuerte Erkundungsfahrten und Gesteinsuntersuchungen auf dem Mars ausführte.
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Am 02.11.2000 brachte eine russische Sojus-Rakete die erste Besatzung der ISS an Bord: Kommandant William Shepherd (USA) sowie die zwei russischen Bordingenieure Juri Gidsenko und Sergei Krikaljow. Diese lebten und arbeiteten fast 137 Tage in der Raumstation.
An diesem größten internationalen Gemeinschaftsunternehmen der Raumfahrt sind 16 Staaten beteiligt, vor allem USA, Russland, Kanada, Japan und viele ESA-Mitglieder (z. B. Deutschland, Frankreich, Schweiz). Der Ausbau der ISS soll im Jahr 2010 abgeschlossen sein.
Im Jahr 2003 explodierte das Space Shuttle "Columbia" mit seiner Besatzung vor der Landung wegen Defekts des äußeren Hitzeschutzes (abgefallene Kacheln). Viele Zuschauer erlebten die Katastrophe beim Landeanflug mit und dachten an die getöteten Astronauten, die vorher viele Arbeiten an Bord der ISS erfolgreich durchgeführt hatten (auch mit Fernseh-Übertragungen).
Danach erfolgte der weitere Ausbau der ISS mit neuen Modulen nur mit Hilfe von russischen Transportraketen. Die übrigen Space Shuttles der NASA mussten technisch überprüft und sicherer gemacht werden, was einige Jahre dauerte.
Am 04.01.2004 landete die NASA-Raumkapsel "Spirit" mittels Bremsballons hüpfend auf dem Mars (28 Sprünge). Der "Mars Exploration Rover" wurde erfolgreich ausgesetzt, ein auf 6 Rädern rollendes Labor mit Kamera, Greifarm und Spektrometer zur Analyse von Marsboden und -gestein.
Zwei Wochen später landete die NASA-Zwillingssonde "Opportunity" mit ihrem Rover auf der entgegengesetzten Seite des Mars.
Schon zehn Tage vor der Marslandung von "Spirit" war bereits die ESA-Sonde "Mars Express" um den Mars gekreist und hatte die gesamte Marsoberfläche dreidimensional fotografiert und ihre Bilddaten zur Erde gefunkt, - mit bis dahin unvorstellbarer Präzision.
Am 23.10.2007 startete das technisch überholte Spaceshuttle "Discovery" in Richtung ISS. Es transportierte den ersten in Europa gebauten Modul, den italienischen Verbindungsknoten "Harmony" (Node 2). Mit seiner Montage an der ISS wurde der Wohn-und Arbeitsbereich für die ISS-Besatzung erweitert, erstmals wieder seit sechs Jahren.
Am 7. Februar 2008 startete die US-Raumfähre "Atlantis" mit dem deutschen Astronauten Hans Schlegel an Bord. Sie brachte das europäische Forschungslabor "Columbus" zur ISS, das endlich montiert werden konnte (Verzögerung wegen Columbia-Katastrophe). Seit dem 11. Februar brennt das Licht im Columbus-Modul. Dieser hat ein Biolab mit Mini-Zentrifuge, um für Versuche in der Schwerelosigkeit verschiedene Stufen der Gravitation zu simulieren.
Kurz danach erfolgte die Montage des japanischen "Kibo"-Labors als größte Wissenschaftseinrichtung der ISS.
Im Februar 2010 hinzugefügt wurde ein in Italien gefertigtes, sieben Meter langes Versorgungsstück mit einer Fensterkuppel, die nützlich ist für Erdbeobachtungen und Sichtkontrollen bei Außenarbeiten.
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Bis zum Jahr 2010 wurde das von 16 Nationen organisierte Weltraumprojekt ISS erfolgreich durchgeführt.
Mehr als 80 Transportflüge und über 160 Außeneinsätze waren nötig, um die gut 100 Bauteile der ISS im All zu montieren.
Zusätzlich zu Forschungsexperimenten erfolgten die Montagearbeiten mit einigen Einschränkungen gegenüber dem ursprünglich geplanten
ISS-Projekt, - vor allem aus Kostengründen.
Heute hat die ISS die Größe eines Fußballfeldes und ist durchgängig besetzt von jeweils sechs Wissenschaftsastronauten, die viele Experimente durchführen, welche auf der Erde unmöglich wären.
Eine ernste Gefahr für die Forscher ist der vom Menschen produzierte Weltraumschrott (über 22000 t größere Teile im erdnahen Orbit und über 150 Millionen kleinere Objekte von min. 1 mm Durchmesser), weil mit riesiger Geschwindigkeit fliegende Teilchen (Müllwolke im All) und Schrottstücke die ISS verletzen, stören oder zerstören können. Mehrfach schon mussten die Steuerungsraketen für Ausweichmanöver gezündet werden.
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