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Denkanstöße: Empfohlene Bücher, Essays und Zitate - hrsg. im LISS-KOMPENDIUM | |||
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Erkenntnisse zu Evolution, Mensch und Technik »Natur und Mensch« - Eine thematische Literaturauswahl von Eberhard Liß | |||
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Hubert Reeves, Joel de Rosnay, Yves Coppens, Dominique Simmonet, Die schönste Geschichte der Welt, Bergisch Gladbach: Bastei/Lübbe, 2000 - ISBN 3-404-60475-X Drei weltbekannte Wissenschaftler berichten im Gespräch mit D. Simmonet, dem Chefredakteur von L' Express, über Wissen und Thesen zur Entwicklungsgeschichte unserer Welt und zur Evolution bis zum Menschen, - in leicht verständlicher Sprache. Richard Leakey, Die ersten Spuren, Über den Ursprung des Menschen München: Goldmann, 1999 - ISBN 3-442-15031-O Der weltweit führende Paläanthropologe R. Leakey erforschte den menschlichen Ursprung jahrzehntelang in Ostafrika, der "Wiege der Menschheit". Er begründet seine Thesen zum Sonderweg der Spezies Mensch durch anschauliche Beschreibungen der evolutionären Veränderungen zum Kulturwesen Mensch. Eberhard Liß, » Daten zu Universum und Menschheit - eine kurze Übersicht eine Seite aus www.liss-kompendium.de Die Zusammenstellung ausgewählter Daten in Essay-Form informiert über unser Universum und die Evolutionsgeschichte bis zum Menschen, der als früher Homo sapiens vermutlich in Afrika lebte und von dort die Erde besiedelte. Die Gesellschaftsentwicklung der letzten 160 Jahre war gekennzeichnet durch revolutionäre Industrialisierung mit neuen Technolgien zur Förderung des Konsumwachstums in der Marktwirtschaft. Außerdem problematisch sind: Bevölkerungsexplosion, Ressourcenabbau, zunehmende Verarmung in der dritten Welt und unkontrollierbare Kriegsgefahren. Seit vielen Jahren wird gewarnt vor sozialen Unsicherheiten durch Umweltzerstörung und Klimaveränderung, die existenzbedrohende Auswirkungen auf die gesamte Menschheit haben können.
Franz M. Wuketits, Evolution, Die Entwicklung des Lebens München: C. H. Beck, 2000 - ISBN 3-406-44738-4 Der renommierte Biologe F. M. Wuketits erläutert die zentralen Abläufe und Grundlagen der Evolution, beschreibt die wichtigsten Abschnitte in der Geschichte des Lebens und geht auf folgenreiche kulturgeschichtliche Auswirkungen der biologischen Evolutionstheorie ein. Franz M. Wuketits, Naturkatastrophe Mensch, Evolution ohne Fortschritt München: dtv, 2001 - ISBN 3-423-33063-5 Das streitbare Buch von Prof. Wuketits beschreibt und diskutiert den Fortschrittsgedanken in der organischen, sozialen und kulturellen Evolution und weist nach, daß der "Pfeil der Evolution", wenn es ihn überhaupt gibt, in keine bestimmte Richtung fliegt. Franz M. Wuketits, Die Selbstzerstörung der Natur, Evolution und die Abgründe des Lebens München: dtv, 2002 - ISBN 3-423-33079-1 Das romantische Naturideal wird in kompromißloser Schärfe mit dem weit weniger idyllischen Naturbild der Evolutionstheorie konfrontiert. Der evolutionäre Prozeß ähnelt einem ziellos verlaufenden »Zickzackweg auf dem schmalen Grad des Lebens«, in dem Selbstorganisation und
Selbstzerstörung Hand in Hand gehen. Evolution ist auch eine Geschichte von Katastrophen. Die Zerstörung der Natur durch den Menschen wird als Teil einer evolutionären Logik postuliert, die im Wesen der Natur selbst liegt und mit Homo sapiens bloß eine neue Dimension erreicht hat. Konrad Lorenz, Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit München: Piper Verlag GmbH, 28. Aufl. 2000 - ISBN 3-492-20050-8 Konrad Lorenz warnt eindringlich vor Missverständnissen und Fehlverhalten aus einer »pseudodemokratischen Doktrin«, wonach unser soziales und moralisches Verhalten
ausschließlich durch die Umwelt »konditioniert« werde. Und er legt dar, wie und in
welchem Ausmaß das Verhalten des Menschen durch die stammesgeschichtliche Entwicklung beeinflusst
und bestimmt wird. Matt Ridley, Alphabet des Lebens, Die Geschichte des menschlichen Genoms München: Claassen, 2000 - ISBN 3-546-00226-I Der prominente Wissenschaftsautor M. Ridley erläutert bisheriges Wissen über die 23 Gene des entschlüsselbaren menschlichen Genoms aufgrund unserer jahrmillionenalten Vergangenheit. Er kritisiert die Zukunft der Gen-Forschung und navigiert uns bestens durch gefährliche biologische und philosophische Gewässer. Marc D. Hauser, Wilde Intelligenz - Was Tiere wirklich denken München: dtv, 2003 - ISBN 3-423-34046-0 Der renommierte Neuropsychologe Marc Hauser erläutert das erstaunliche intellektuelle und emotionale Leben der unterschiedlichsten Tiere, basierend auf neuesten Studienergebnissen der Verhaltensforschung. Er berichtet über Untersuchungen des tierischen Verstandes und seiner Evolution und behauptet, dass für bestimmte Arten des Denkens die Sprache unnötig ist, und empfiehlt den Vergleich von Tieren mit Kleinkindern. Er zeigt die kognitiven Leistungen von Tieren, die denken und fühlen können, um ihr Verhalten an eine veränderliche Umwelt anzupassen. Seine zusammenfassende Aussage am Buchende ist: "Wir teilen den Planeten mit denkenden Tieren. Jede Art mit den ihr eigenen, einzigartigen geistigen Fähigkeiten - von der Natur verliehen und durch die Evolution geformt - ist imstande, die fundamentalen Herausforderungen zu bestreiten, die ihr die physikalische und psychologische Welt präsentiert." - Für lebensnotwendiges Problemlösen sind Tiere mit "einer Reihe geistiger Fähigkeiten zum Erwerb von Wissen über Gegenstände, Raum und Zahl" ausgestattet. Roland Müller, » Intelligenz und Modellgebrauch bei höheren Tieren eine Seite aus www.muellerscience.com Dr. phil. R. Müller diskutiert Forschungsergebnisse zur Thematik "Animal Intelligence" und "Bewusstsein bei Tieren". Er fragt: "Was ist Psychologie?" (def. sie als soziale Intelligenz) und "Was steckt hinter dem Verhalten von Tieren?". Weitere Problemkreise sind: "Animal Intelligence" und "Comparative Psychologie",
"Cognitive Factors" (cognitive map), "Cognitive ethology" (evolutionäre Erkenntnistheorie), "Machiavellische Intelligenz bei Tieren" (Probleme des Sozialen) und "Täuschungsmanöver bei Tieren". - Angefügt ist eine Literaturübersicht (von 1647 bis 1994). Eberhard Liß, Hrsg. » Kognitiv-logische Modellbildung Zitate zu 'Erkenntnis und Denkmodell' eine Seite aus www.liss-kompendium.de Das wissenschaftliche Exzerpt enthält ausgewählte Zitate von namhaften Autoren, thematisch gegliedert in folgende acht Abschnitte: Eberhard Liß, » Gehirnstrukturen für Lernen und Gedächtnis eine Seite aus www.liss-kompendium.de Das Essay informiert über evolutionäre Hirnabschnitte und lokalisierbare Funktionskomplexe, außerdem über neuere neurowissenschaftliche Erkenntnisse zu besonderen Hirnfunktionen. Das informationsverarbeitende Zentralnervensystem wird definiert als ein 'lernfähiges Gedächtnissystem' mit struktureller Lerndisposition.
Seine potenzielle Lernveranlagung ermöglicht die situationsbedingte Ausbildung von individuellem Erfahrungswissen für kognitive Gedächtnisleistungen durch strukturelles Lernen, d. h. durch (erfahrungs-)bedingte Struktur- und Funktionsänderungen im 'selbstorganisierenden' Neuronen-Netzwerk. Für Selbstlernen erforderlich ist systemeigenes Vorwissen, basierend auf (philo-)genetischem A-priori-Wissen, das ontogenetisch erweitert oder verändert werden kann.
Intelligente Entscheidungen und empirische Urteile werden beeinflusst von assoziierten Voraussagen (Erwartungen, Vorurteile). Diese sind erinnerbar durch Nutzung erworbener Kenntnisse, - aufgefasst als bedingte Relationen in 'kognitiv-logischen' Verknüpfungen einer lernfähigen Gedächtnisstruktur. Heinz Zemanek, » Information - subjektive Nachricht für kognitive Systeme Antworten von Heinz Zemanek aus einem Gespräch mit Josef Karner am 08.08.1999, - » Informationstechnik auf dem Weg zur Geisteswissenschaft Berarbeiteter Auszug aus dem Vortrag "Der Triumph der Digitalisierung" - Von der Geburt des Informationszeitalters, gehalten vom österreichischen Computerpionier Heinz Zemanek, | |||
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Gerhard Roth, Das Gehirn und seine Wirklichkeit, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1994 - ISBN 3-518-58183-X Prof. G. Roth, Direktor des Instituts für Hirnforschung der Universität Bremen, erläutert neueste Kenntnisse über Grundlagen von Wahrnehmung und Erkenntnisleistungen, von Bewusstsein und Geist. Er entwickelt im Sinne des Konstruktivismus ein philosophisch-erkenntnistheoretisches Konzept des menschlichen
Erkenntnisvermögens. Gerhard Roth, Fühlen, Denken, Handeln, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2001 - ISBN 3-518-58313-1 G. Roth, als Professor für Verhaltensphysiologie an der Universität Bremen und Rektor des Hanse-Wissenschaftskollegs in Delmenhorst, präsentiert die Umrisse eines neuro- und kognitionswissenschaftlich begründeten Menschenbildes, das die Grundlage zu einem offenen und toleranten Gespräch mit den Sozial- und
Geisteswissenschaften über das »Wesen des Menschen« bilden kann. - Diskussionsthemen sind: Entstehung und Rolle der Gefühle, das Ich und die Persönlichkeit, bewußt und unbewußt gesteuertes Tun sowie die Funktion des Willens und der Willensfreiheit. Gerhard Roth, » Die Pseudoherrschaft des Ich Interview von Arnulf Marzluf mit Prof. Dr. Dr. G. Roth über beschränkte
Beeinflussbarkeit und Entscheidungsfreiheit von Individuen, - am 15. Februar 2000 in der Universität Bremen. » Wie das Gehirn die Seele macht Hauptvortrag von Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, Direktor am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen, auf dem Kongress "51. Lindauer Psychotherapiewochen 2001". - Skizziert werden neurowissenschaftliche Erklärungen für die psychischen Phänomene wie Denken, Bewusstsein und Wille, eingeschränkt durch die Macht der meist unbewussten Gefühle, die
auf dominierende Funktionen des limbischen Systems zurückgeführt werden. » Verstand und Gefühle - Wem sollen wir folgen? In seinem Beitrag vom 07.02.03 erklärt G. Roth neuere Erkenntnisse über neuronale Grundlagen der Verhaltenssteuerung mit vernetzten Funktionskomplexen für Verstand, Vernunft, Bewusstsein und für Gefühle. Er meint: "Vernunft, Verstand und Logik können Argumente für das eine oder das andere Handeln hin und her bewegen, entscheiden tun sie letzendlich nichts.
Je wichtiger eine Entscheidung für einen Menschen ist, desto mehr wird er von bewussten und
insbesondere unbewussten Gefühlen geleitet, denn diese sind "Kurzmitteilungen" des emotionalen Erfahrungsgedächtnisses." ... Trotzdem "ist der Ratschlag 'Folge Deinem Verstand!' meist ein guter Rat. ... Jedoch ist mit dem Einsatz vernünftigen Denkens keineswegs garantiert, dass das limbische System den Resultaten dieses Einsatzes auch folgt." -
Letzteres fungiert als maßgebliche Bewertungsinstanz für erfahrungsabhängige Urteile im Gehirn, die großen Einfluss auf Entscheidungen zur Handlungsauswahl haben. Wolf Singer, - Ein Auszug aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Feuilleton 8. Januar 2004, Nr. 6, S. 33 - Thomas Metzinger, » Auf der Suche nach einem neuen Bild des Menschen Die Zukunft des Subjekts und die Rolle der Geisteswissenschaften Spiegel der Forschung, 17. Jg./Nr. 1 - Mai 2000 Prof. Thomas Metzinger stellt viele Fragen zur neuen Situation für die Geisteswissenschaften, gemäß seiner Aussage: "Aus den Neuro- und Kognitionswissenschaften sowie der Informatik ergibt sich derzeit ein neues Bild vom Menschen und eine neue Theorie darüber, was geistige Vorgänge überhaupt sind." Seine Grundfrage lautet: "Wie kann man den Fortschritt in den Neuro- und Kognitionswissenschaften dazu nutzen, die Autonomie des Einzelnen zu erhöhen und das Individuum vor erweiterten Manipulationsmöglichkeiten zu schützen?". Neben einer Anthropologiefolgenabschätzung geht es ihm auch um eine "Bewusstseinsethik" und "Bewusstseinskultur", - als neu definierte Begriffe für philosophische Forschungen. Anhang 1 »Zukunft der Hirnforschung« MANIFEST von elf führenden Neurowissenschaftlern - letzter Absatz: "Was werden Hirnforscher eines Tages wissen und können?" - aus: Gehirn&Geist 6/2004 Anhang 2 »Ursprung von Ethik und Religion« Zitate des namhaften Soziobiologen Edward O. Wilson aus seinem Buch: Die Einheit des Wissens, Kapitel 11, Wilhelm Goldmann Verlag, München, 2000 Dalai Lama, Das Buch der Menschlichkeit, Eine neue Ethik für unsere Zeit Bergisch Gladbach: Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG, 2002 - ISBN 3-404-60514-4 Der Dalai Lama, Friedensnobelpreisträger und Vertreter des religiösen Pluralismus, will in seinem neuesten Buch zeigen, was er unter dem Begriff eines "positiv ethischen Verhaltens" versteht. Er schreibt in seinem Aufruf: "Mit Freundlichkeit, mit Zuneigung, mit Ehrlichkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit, die wir in der Begegnung mit anderen Menschen walten lassen, sorgen wir für unser eigenes Wohl. ... Mitgefühl ist die Doktrin. Liebe zu anderen und der Respekt vor ihrer Würde und ihren Rechten, gleichgültig, wer oder was sie sind, das ist letztlich alles, was wir brauchen." Erich Fromm, Die Kunst des Liebens München: Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, 2001 - ISBN 3-453-19929-4 Seit 1956 hat diese Diskussion der Liebe in all ihren Aspekten nichts an Aktualität verloren. Dass der Mensch die Fähigkeit zu lieben erlernen kann, davon ist der Psychoanalytiker E. Fromm überzeugt und gibt hierfür einige Anhaltspunkte. Themen sind die von falschen Vorstellungen umgebene romantische Liebe, die
Elternliebe, die Nächstenliebe, die Erotik und Eigenliebe sowie die Liebe zu Gott. Erich Fromm, Die Furcht vor der Freiheit München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, 2001 - ISBN 3-423-35024-5 Die bereits 1941 erschienene Monographie über die Problematik der "positiven" Freiheit des Menschen zur aktiven und spontanen Verwirklichung seines individuellen Selbst ist erstaunlich aktuell, besonders hinsichtlich einer demokratischen Gesellschaftsordnung in einer immer stärker technisierten und globalisierten Umwelt.
Mit diesem Grundlagenwerk hat der berühmte Sozialphilosoph Erich Fromm seine wichtigsten Positionen dokumentiert. Eberhard Liß, Hrsg. » LEBENSKUNST - Lebensregeln und Zitate Eine Seite aus www.liss-kompendium.de - dazu: Druckversion - siehe auch: Zitate-Archiv Die thematisch geordnete Zusammenstellung von 'Weisheiten für alle Tage' enthält wertvolle Aussagen zu vielen Aspekten des menschlichen Lebens. Lebensregeln, treffend formulierte Aphorismen und Zitate zur Lebenskunst geben hilfreiche Denkanstöße zur besseren Nutzung unserer Lebenszeit, zur Gewinnung von Erkenntnissen und zur "einsichtigen" Selbstkontrolle.
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Karl R. Popper, Alles Leben ist Problemlösen, München: Piper, 1994 - ISBN 3-492-03726-7 Der bedeutende Philosoph K. R. Popper bespricht in seinem letzten Buch auf verständliche Weise wichtige Fragen der Naturerkenntnis, der Freiheit und des Friedens. In seinem Beitrag "Die erkenntnistheoretische Position der Evolutionären Erkennistheore" (1986) schreibt er: "Wie alle Organismen, die so etwas wie Wahrnehmungen haben und diese Wahrnehmungen verwenden können, um aus ihnen etwas zu lernen, müssen wir, bevor wir das können, - also genetisch a priori - , die Fähigkeit besitzen, unsere Sinneseindrücke zu ordnen und zu interpretieren.
Aber das ist äquivalent mit dem Kantischen apriorischen Wissen, was besonders klar ist, wenn wir an Kants Theorie von Raum und Zeit denken." (S. 128) ...
"Wir lernen nur durch Versuch und Irrtum. Unsere Versuche sind aber immer unsere Hypothesen. Sie stammen von uns, nicht von der Außenwelt. Von der Außenwelt lernen wir nur, daß gewisse unserer Versuche Irrtümer sind." (S. 130) ... Popper behauptet zur evolutionären Erkenntnistheorie: "Die allgemeinen Anpassungen gehen den momentanen Anpassungen voraus. Sie sind zuerst da. Sie sind a priori." (S. 136) ... "Biologisch gesehen besteht also das tierische und das menschliche Wissen in oft unbewußten Erwartungen (oder auch in potentiellen Erwartungen)." (S. 140) ...
"Wir haben dauernd Vermutungen, die von uns geschaffen werden. Diese Vermutungen versuchen wir dauernd mit der Wirklichkeit irgendwie zu konfrontieren und sodann unsere Vermutungen zu verbessern und sie der Wirklichkeit näher zu bringen." (S. 144)
Poppers Fazit: "Es gibt keine Erkenntnis ohne rationale Kritik, Kritik im Dienste der Wahrheitssuche." Siehe
»Homo sapiens« im Dilemma, 5. Lernen aus Fehlern - Zitate von Karl R. Popper Max Born, » Symbol und Wirklichkeit - Vortrag in Lindau 1963 (Auszüge) ein Exzerpt von Eberhard Liß Nobelpreisträger Max Born (1882 - 1970), ein Freund Albert Einsteins, begründete mit seinen Schülern Werner Heisenberg und Pascual Jordan die Theorie der atomaren Erscheinungen, der sog. Quantenmechanik. Bedeutsame Zitate aus seiner Rede zur Thematik "Symbol und Wirklichkeit" sind: "Im Kleinen wie im Großen, bei den Atomen und den Sternen, stoßen wir auf Verhältnisse, die sich nicht in das gewohnte Bild unserer Umgebung fügen und sich nur durch abstrakte Begriffe beschreiben lassen. Hier ist die Frage, ob es sich dabei um eine objektive, unabhängig vom Beobachter existierende Welt handelt, nicht zu umgehen." ... "Die physikalischen Formelsysteme sind nicht an die Anschauung gebunden. Sie stellen nicht direkt Dinge der Erfahrungswelt dar, aber sie beruhen auf Erfahrung, sind aus dieser abstrahiert und werden ständig an ihr geprüft". Siehe auch Einführung zu:
»Rätselhafte Symbolgrafiken erkennen und deuten« Eberhard Liß, Hrsg. » Albert Einsteins Weisheiten und Ansichten - eine Anthologie aus Zitate-Archiv unter www.liss-kompendium.de Die thematisch geordnete Zitate-Anthologie enthält Einsteins treffende Antworten auf wichtige Lebensfragen. Seine prägnant formulierten Aussagen betreffen fundamentale Begriffe und Stellungnahmen, z. B. zu Vorurteilen, Denkgewohnheiten, Erkenntnis, Moral, Religion und Politik. Seine wertvollen Weisheiten geben uns Denkanstöße zu einer realistischen Lebensauffassung und individuellen Selbstfindung in einer technisierten und gefahrvollen Welt. Eberhard Liß, Hrsg. » Religion und Kirche« - ein Zitate-Archiv (vier Teile) aus Zitate-Archiv unter www.liss-kompendium.de Die Zusammenstellung umfasst kritische Meinungen und Erkenntnisse von namhaften Autoren ohne Gewähr für die Richtigkeit der Zitate, - geordnet nach den vier Themenbereichen: Jürgen Albrecht, » Das wissenschaftliche Weltbild eine Seite aus www.storyal.de Prof. Dr.-Ing. Jürgen Albrecht beschreibt kurzgefasst die Problematik eines wissenschaftlichen Weltbildes nach dem Grundsatz: Vernunft und Wissen vor Glaube. Ausgehend vom Zeitalter der Aufklärung stellt er offene (Grund-)Fragen und postuliert einige Grundsätze einer wissenschaftlichen Sicht auf die uns umgebende Welt. Er formuliert auch vernünftige Gebote für den Umgang der Menschen miteinander (in Anlehnung an Kant). Albrecht beschreibt den "aufgeklärten" Staat als eine auf Wissenschaft und Vernunft basierende Gesellschaftsutopie.
Seiner Meinung nach haben sich Sozialismus und Demokratie als labile Utopien erwiesen. Er begründet den Fortbestand der Religion
gegenüber einem wissenschafttlichen Weltbild u. a. mit fehlender Bildung bei den meisten Menschen: "... je weniger man weiß, desto einfacher ist der Glaube an einen guten Gott". » Das Grundmuster der globalen Konflikte eine Seite aus www.storyal.de Prof. Dr.-Ing. Jürgen Albrecht beschreibt acht Widersprüche, von denen Prognosen über die Zukunft unserer Zivilisation geprägt werden. Er stellt die These auf, dass diese Widersprüche für die Labilität der gegenwärtigen technischen Zivilisation und ihre globalen Konflikte verantwortlich sind. Seine weiteren Thesen im Detail, - auch seine skeptischen Aussagen zu Konsequenzen und Perspektiven - , sind über (anklickbare) Links zugänglich. Eberhard Liß, » Menschen im All sahen unsere Erde als blauen Planet eine Seite aus www.liss-kompendium.de Erinnert wird an historische Ereignisse der Weltraumfahrt, insbesondere an sechs geglückte Mondlandungen der Apollo-Missionen und an technische Weiterentwicklungen bis zum aktuellen Aufbau der Internationalen Raumstation ISS. Einmalige Fotos aus dem Weltraum und markante Daten zu Spitzenleistungen der Weltraumforschung wurden zusammengestellt als eine kurze Chronik der Raumfahrt-Geschichte, beginnend mit der ersten Erdumkreisung eines künstlichen Satelliten "Sputnik" im Jahr 1957, der von der UdSSR gestartet worden war. Roland Müller, eine Seite aus www.muellerscience.com Dr. phil. R. Müller dokumentiert eine chronologische Zusammenstellung wichtiger Erfindungen, die sich besonders im 12. und 13. Jahrhundert häuften und ihren Ursprung mehr in China und weniger in Europa hatten. - Angefügt ist eine Literaturübersicht (von 1946 bis 1993). » Der Unterschied zwischen Erfinder und Unternehmer eine Seite aus www.muellerscience.com Dr. phil. R. Müller diskutiert einige Aspekte des Erfindens und Entdeckens im geschichtlichen Zusammenhang, besonders die gesellschaftliche Bedeutung von technischen Neuerungen. Die Seltenheit eines Erfinders als erfolgreicher Unternehmer wird an Beispielen für industriell realisierte Erfindungen chronologisch aufgezeigt. -
Angefügt ist eine Literaturübersicht (von 1954 bis 1996). Eberhard Liß, » Mein Urgroßvater Karl Fraas - der Technik-Pionier aus Wunsiedel eine Seite aus www.liss-kompendium.de Die illustrierte Kurzbiografie beschreibt das Erfinderschicksal von Karl Fraas, dessen späte Ehrung er selbst in hohem Alter erfahren konnte. Mit seinem bereits 1875 gebauten Modell einer Dampfturbine war er seiner Zeit weit voraus und wurde aber nicht als Erfinder der Dampfturbine bekannt (Turbine von Laval erst 1883). Ebenso erging es ihm mit seiner Erfindung der lichtstarken Kino-Bogenlampe mit horizontaler Anode. Seit 1908 konstruierte er neuartige Flugzeuge, machte Verbesserungsvorschläge für die Zeppelinwerke und korrespondierte mit Prof. Hugo Junkers in Dessau. Diesem übergab er seine konstruktiven Konzepte, auch eines ersten Klein-Hubschraubers, - honoriert mit 100 Reichsmark.
John Maddox, Was zu entdecken bleibt - Über die Geheimnisse des Universums, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 2002 - ISBN 3-518-29209-9 Der langjährige Herausgeber des renommierten Wissenschaftsmagazins 'Natur' nutzte sein großes Fachwissen und seine engen Kontakte mit den bedeutendsten Forschern unserer Zeit für sein gut verständliches Basisbuch naturwissenschaftlicher Erkenntnisse, das Fach- und Laienpublikum gleichermaßen fesselt. Er betont am Ende seines Buchs: "Die Zahl der ungelösten Probleme ist gigantisch". Elementare Fragestellungen sind: Was ist Materie? Wie entstand Leben? Was ist Bewusstsein? und Warum verläuft die Zeit vorwärts? Praktische Herausforderungen für neue Erkenntnisse über unsere Welt betreffen den Schutz vor Katastrophen und auch die Problematik der möglichen Realisierung von Denkmaschinen. Hans Moravec, Computer übernehmen die Macht, Hamburg: Hoffmann und Campe, 1999 - ISBN 3-455-08575-X Der weltbekannte Roboter-Experte H. Moravec wagt kühne Voraussagen zur Entwicklung neuer Robotergenerationen mit Denkfähigkeit. Seine visionären Betrachtungen betreffen eine radikale Synthese von Computerwissenschaft und Philosophie. -
Einige Zitate aus dem Buch wurden in dem Exzerpt
»Kognitiv-logische Modellbildung« unter "3. Mentale Deutung einer Computersimulation" zusammengestellt. Siehe auch folgende Essays: Gerhard Roth, Peter Dietz, | |||
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Eberhard Liß, » Beiträge zu Definitionen und Konzepten einer Kognitiven Logik Eine Seite aus www.liss-kompendium.de Die Kurzbeschreibung enthält einige Thesen, Definitionen und Bild-Kopien aus meinen früheren Veröffentlichungen seit 1978. Auf neuere Beiträge zu 'Kognitiver Logik' im LISS-KOMPENDIUM wird verwiesen. Das vorgeschlagene Systemkonzept 'Intelligenter Automat' orientiert sich an einem multihierarchischen Gehirnmodell als meine Arbeitshypothese zur Erklärung von 'gekapselt' klassifizierten Lernformen kognitiver Systeme. Sein kognitiv-logischer Modellansatz stützt sich auf neurowissenschaftliche Erkenntnisse und erzielt Simulationen höherer Lernformen gemäß den verschachtelten Entwicklungsstufen eines 'Intelligenten Automaten'. Systemtheoretisch konzipiert wurden situationsbedingt ausbildbare 'kognitiv-logische Gedächtnisstrukturen' für innovative KI-Modelle zur Entwicklung von autonomen Agenten und lernenden Robotern (siehe auch Computersimulation » Lernender Homöostat). Anhänge: Eberhard Liß, » Lernender Homöostat mit kognitiver Logik für rationale Autonomie Das KI-Modell 'Lernender Homöostat' ist ein innovativer Prototyp eines "subjektiv" bewertenden Automaten mit dynamischer Stabilität (Homöostase) auf bestmöglichem Niveau der Bedürfnisbefriedigung. Dieser entspricht meinem Systemkonzept 'Intelligenter Automat' (Erstimplementation im Jahr 1980, auch 1988 in TURBOPROLOG) und wurde als
interaktives Simulationsmodell mit Internetzugang in JavaScript programmiert (im Jahr 2001).
Das lernfähige 'kognitive System' simuliert autonomes Handeln für "intelligentes" Nahrungsaufnahmeverhalten durch erfahrungsgemäße Voraussagen und Urteile, wobei externe und interne Situationen interaktiv wählbar sind (z. B. Objektcharakter, Gefahr und Bedarf). Kurzbeschreibung des KI-Modells (neue Version seit 2001): | |||
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Große Neuheiten, ob in der Kunst oder Literatur, in der Wissenschaft oder der Natur, erobern die Welt nur selten im Sturm. Ehe man sie bewerten kann, muss man sie begriffen haben, und ehe man sie begreifen kann, muss man sich ihnen gewidmet haben. | |||
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