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» Religion und Kirche « - ein Zitate-ArchivTeil 4: Zitate zu 'Dogma und Amtskirche' Von der rechten Art und Weise zu beten 5. Und wenn du betest, sollst du nicht seyn 6. Wenn aber Du betest, so gehe in dein 7. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht Bergpredigt, Evangelium Matthäi 5-7, Luther-Bibel, Dresden 1866 Der Glaube an die Unsterblichkeit der menschlichen Seele ist ein Dogma, welches mit den sichersten Erfahrungssätzen der modernen Naturwissenschaft in unlösbarem Widerspruch steht. [Die Welträtsel, 1918, S. 222] Das menschliche "Gemütsbedürfnis" hält den Unsterblichkeitsglauben besonders aus zwei Gründen fest, erstens in der Hoffnung auf ein besseres zukünftiges Leben im Jenseits und zweitens in der Hoffnung auf Wiedersehen der teueren Lieben und Freunde, welche uns der Tod hier entrissen hat. [ebenda, S. 218] Die Vorstellungen der meisten Menschen über dieses "selige Leben im Jenseits" sind höchst seltsam und um so sonderbarer, als darin die "immaterielle Seele" sich an höchstmateriellen Genüssen erfreut. Die Phantasie jeder gläubigen Person gestaltet sich diese permanente Herrlichkeit entsprechend ihren persönlichen Wünschen. [ebernda, S. 219] Kurz, jeder Gläubige erwartet von seinem ewigen Leben in Wahrheit eine direkte Fortsetzung seines individuellen Erdendaseins, nur in einer bedeutend "vermehrten und verbesserten Auflage". [ebenda, S. 219] Ebenso unhaltbar erscheint uns heute im Lichte der reinen Vernunft der anthropistische Mythus vom "jüngsten Gericht", von der Scheidung aller Menschenseelen in zwei große Haufen, von denen der eine zu den e w i g e n Freuden des Paradieses, der andere zu den e w i g e n Qualen desr Hölle bestimmt ist - und das von einem persönlichen Gotte, welcher "der Vater der Liebe" ist! Hat doch dieser liebende Allvater selbst die Bedingungen der Vererbung und Anpassung "geschaffen", unter denen sich einerseits die bestvorzugten Glücklichen n o t w e n d i g zu straflosen Seeligen, andererseits die unglücklichen Armen und Elenden ebenso n o t w e n d i g zu strafwürdigen Verdammten entwickeln mussten. [ebena, S. 221/222] Der christliche Glaube an die Schöpfung, die Dreieinigkeit Gottes, an die unbefleckte Empfängnis Mariä, an die Erlösung, die Auferstehung und Himmelfahrt Christi usw. ist ebenso reine Dichtung und kann ebensowenig mit der vernünftigen Naturerkenntnis in Einklang gebracht werden, als die verschiedenene Dogmen der mohammedanischen und mosaischen, der buddhistischen und brahmanischen Religion. Jede von diesen Religionen ist für den wahrhaft "Gläubigen" eine zweifellose Wahrheit, und jede von ihnen betrachtet jede andere Glaubenslehre als Ketzerei und verderblichen Irrtum. Je mehr eine bestimmte Konfession sich für die "allein selig machende" hält - für die "katholische" - und je inniger diese Überzeugung als heiligste Herzenssache verteidigt wird, desto eifriger muss sie naturgemäß alle anderen Konfessionen bekämpfen, und desto fanatischer gestalten sich die fürchterlichen Glaubenskriege, welche die traurigsten Blätter im Buche der Kulturgeschichte bilden. [ebenda, S. 325] Ernst Haeckel, Naturforscher (1834-1919) - aus: Die Welträtsel Aufklärung ist heute von größter Wichtigkeit, niemand kann etwas dabei zu befürchten haben, wenn es heller in den Köpfen der Menschen wird - als vielleicht diejenigen, deren Interesse es ist, dass es dunkel darin sei und bleibe. Sie werden auch künftig, wie bisher, ihr möglichstes tun, alle Öffnungen, Fenster und Ritzen, wodurch Licht in die Welt kommen kann, zu verbauen, zu vernageln und zuzustopfen. Christoph Martin Wieland, Dichter (1733 - 1813) Das Volk will durchaus, dass man es täusche, man kann auf andere Weise gar nicht mit ihm verkehren... Ich meinesteils werde stets Philosoph sein für mich, aber Priester in bezug auf das Volk. Synesius von Cyrene, Bischof (um 400) Glaubensbekenntnisse werden akzeptiert, nicht weil sie vernünftig sind, Oscar Wilde, Schriftsteller (1854-1900)
Was die Kirche nicht verhindern kann, das segnet sie. Die Kirche rollt durch die neue Zeit dahin wie ein rohes Ei. So etwas von Empfindlichkeit war überhaupt noch nicht da. Ein scharfes Wort, und ein ganzes Geheul bricht über unsereinen herein: Wir sind verletzt! Wehe! Sakrileg! Unsere religiösen Empfindungen... Und die unseren-? Halten Sie es für richtig, wenn fortgesetzt eine breite Schicht des deutschen Volkes als "sittenlos", "lasterhaft", "heidnisch" hingestellt und mit Vokabeln gebrandmarkt wird, die nur deshalb nicht treffen, weil sie einer vergangenen Zeit entlehnt sind? Nehmt ihr auf unsere Empfindungen Rücksicht? Ich zum Beispiel fühle mich verletzt, wenn ich einen katholischen Geistlichen vor Soldaten sehe, munter und frisch zum Mord hetzend, das Wort der Liebe in das Wort des Staates umfälschend - ich mag es nicht hören. Wer nimmt darauf Rücksicht? Auf Betreiben der katholischen Kirche, die manche ihrer Positionen wanken sieht, - keine Angst, wir sind in Deutschland! - lässt sich Rom neuerdings mit vielen Paragraphen schützen: eine Frömmigkeit hinter dem Stacheldraht der Gesetze. Das Wort: Die Gottlosen kommen! geht um. Aber eine so gute Propaganda, wie sie die Kirche gegen die Kirche macht, können wir gar nicht erfinden. Und ich weiß viele, die mit mir denken: Wir sind aus der Kirche ausgetreten, weil wir es nicht länger mitansehn konnten. Wir sind zu fromm. Kurt Tucholsky, Schriftsteller (1890-1935) Papst Johannes Paul II. hat 1981 den CERN besucht. Er fand unsere Forschung höchstinteressant und in keiner Weise im Konflikt mit der Bibel. Vor einigen Jahren hat der Vatikan eine Theologenkommission eingesetzt, die ebenfalls feststellte, dass weder die Urknall- noch die Evolutionstheorie der katholischen Schöpfungslehre widersprechen. Man dürfe die Urtexte der Bibel nur nicht zu eng interpretieren, und das Buch Genesis sei eher metaphorisch zu verstehen. Der Vorsitzende dieser Kommisssion war übrigens Kardinal Ratzinger, der heutige Papst. ... Rolf Landua, Physiker, Abteilungsleiter am Europäischen Kernforschungszentrum (CERN) in Genf, Das Christentum ist nicht mehr der kulturelle Leim einer ganzen Gesellschaft, sondern nur noch ein Ferment darin. Ein Menschenrecht namens Religionsfreiheit hat sich durchgesetzt. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert ist es von Freigeistern, Aufklärern, Bürger- und Arbeitervereinen mühsam erkämpft worden - gegen erbitterten kirchlichen Widerstand. Seit aber die kirchliche Macht nicht mehr ausreicht, es zu verhindern, gehören die Kirchen zu denen, die es am lautesten für sich reklamieren. Wir wollen nur das Recht, unsern Glauben praktizieren zu dürfen wie jede andere Religionsgemeinschaft auch, beteuern sie. Doch wenn sie "Recht" sagen, meinen sie "Vorrecht". Eintreibung der Kirchensteuer durch den Staat, christlicher Religionsunterricht als reguläres Schulfach, konfessionsgebundene Theologie im gleichen wissenschaftlichen Rang an der Universität wie Physik, Mathematik oder Soziologie: all das, was in unserm Kulturkreis sämtlichen andern Glaubensgemeinschaften im Namen der Religionsfreiheit verwehrt wird und was die Großkirchen nur dürfen, weil sie es früher durften, als sie für das Menschenrecht der Religionsfreiheit noch der größte Hemmschuh waren, das soll ihnen selbstverständlich bleiben. Christoph Türcke, Theologe Die Kirche hat mit Hilfe ihrer Buß- und Beichtordnung das mittelalterliche Europa domestiziert. Max Weber, Soziologe (1864-1920) In zwei, drei Jahrhunderten wird anerkannt werden, dass die fähigen Kopfjäger alle Christen sind. Mark Twain, Schriftsteller (1835-1910)
Fritz Buri, Theologe Religiöse Verfolgung mag sich unter dem Deckmantel einer törichten und übereifrigen Frömmigkeit verbergen. Edmund Burke, Politiker (1729-1797)
Simone de Beauvoir, Schriftstellerin (1908-1986) Auch sie (die Ehe) basiert auf demselben Akt wie die Hurerei. Darum ist es das Beste für den Menschen, kein Weib zu berühren. Quintus Tertullian, Kirchenschriftsteller (um 160-225) Die Frau muss das Haupt verhüllen, weil sie nicht das Ebenbild Gottes ist. Ambrosius, Kirchenlehrer (339-?) Die größte Wohltat, die man einem Menschen erweisen kann, besteht darin, dass man ihn vom Irrtum zur Wahrheit führt. Das Weib verhält sich zum Mann wie das Unvollkommene und Defekte (imperfectum, deficiens) zum Vollkommenen (perfectum). Thomas von Aquin, Theologe (1225-1274) Im Lügen und betrügen hat das Weib den Vorzug über alles, was da kann verlogen, betrogen und arglistig sein." In der gleichen, schriftlich dokumentierten Predigt in St. Michael, München, wird weiter ausgeführt, dass die Frauen "so wenig Hirn haben als ein Strohputz auf dem Acker, der für die Vogelschau ist hinausgestellt worden". ... "Ich rufe auf Befehl Gottes und so laut ich nur kann, lasset die Hexen nicht leben, mit Feuer und Schwert ist diese menschliche Pest vertilgen. Georg Stengel, Jesuit (geb. 1584) Vielleicht wird uns hier klar, warum wir vorhin auf den engen Zusammenhang des Weibes mit dem Tier aufmerksam machten: Sexualität führt zur Bestialität. Rudolf Graber, Bischof (geb. 1903) Es war und ist das Geschäft der Religion, Gott und den Menschen gegeneinander auszuspielen. Niemand verstand und versteht es so wie die christliche Kirche, den Menschen mit Schuldgefühlen unter Spannung zu bringen. Ist der Druck auf einem kaum noch erträglichen Höhepunkt getrieben, konnten und können die Kirchen mit dem Gnadenmittel der Sündenvergebung zur Stelle sein. Vor allem die Kirche selbst fand so einen Weg, die christliche Lehre nicht zu befolgen und dennoch von den Folgen dieses Nichtbefolgens freigestellt, "erlöst" zu werden. Rudolf Augstein (aus: DER SPIEGEL 21/1999) ...Einzig das Christentum hat das Folter- und Hinrichtungswerkzeug des Kreuzes zu seinem Symbol erhoben, das Wohn-, Schul-, Kranken- und Gerichtsräume "schmückt". ... Das Christentum zog dann auch von Anfang an eine blutige Spur durch die Geschichte, wie keine andere Religion. Ernst von Xylander, Psychologe (1922-1998) Die christliche Theologie ist die Großmutter des Bolschewismus. Oswald Spengler, Philosoph (1880-1936) Wie der dogmatische Apparat ein Kerker für den Verstand ist, so ist die Beichte ein Kerker für den ganzen Menschen. In Zeiten blinden und unwissenden Glaubens hat die Kirche festgesetzt, dass die Schriften, besonders die des Neuen Testaments, vollständig als authentisch und wahrhaftig zu gelten haben. Heute kann sie daher nicht mehr umkehren. Die Ergebnisse der modernen Wissenschaft müssen abgelehnt, als falsch bewiesen werden. Andererseits müssen die irrigen Entscheidungen der Kirche als wahr bewiesen werden. Deshalb muss man glauben, dass schwarz weiß ist. ...es überrascht, in welchem Ausmaß und mit welcher Peinlichkeit sich die führende Geistlichkeit mit solchen Fragen auseinandersetzt...Ohne weiteres kann man behaupten, dass es kaum ein unflätiges Buch gibt, das unter diesem Aspekt schlimmer wäre als eine moraltheologische Abhandlung. Die Enzykliken gehen immer von abstrakten, ganz allgemeinen Betrachtungen aus. (Die Gewalt komme von Gott, nicht vom Volk... Gehorsam gegenüber der Obrigkeit sei notwendig; alle Übel rührten von der Trennung der Menschen von Gott und der Kirche her, usw.). Wenn die Päpste dann zum Kern der Frage kommen, reden sie darumherum. Sie nennen kein wesentliches Mittel, das den Grund für die Missstände träfe. Es ist eine Tatsache, dass niemals eine Verurteilung, niemals eine Exkommunizierung gegen das Regime Hitlers ausgesprochen worden ist, nicht einmal, als dieser und seine Partei in den Konzentrationslagern Millionen von Menschen umbrachten. Alighiero Tondi, ehem. päpstl. Theologe Zum Geburtstag des Führers In Treue und Eintracht begeht die deutsche Nation am 20. April den 51. Geburtstag des Führers, der uns wieder mit ganzer Bewusstseinskraft die geschichtliche Größe und Bedeutung des Wandels vergegenwärtigt, der durch den Führer und sein Werk vollzogen worden ist. Dass der Geburtstag des Führers diesmal im Kriege begangen werden muss, lässt die Größe und Bedeutung dieses Wandels nur um so stärker hervortreten, da dieser Krieg unbestrittenermaßen nur entfesselt worden ist, um diesen Wandel in allen seinen Teilen wieder rückgängig und zunichte zu machen. Für die Gesamtheit der Deutschen ist der Führer die Verkörperung des deutschen Lebenswillens, der deutschen Hingabe an die Aufgabe und Sendung der Nation im Raume unseres Erdteiles, des leidenschaftlichen Einsatzes der eigenen Persönlichkeit für die Ehre und Wohlfahrt des Vaterlandes. Der wahre Christ sieht durch die Kraft seines Glaubens in allem Erdengeschehen das Walten göttlicher Führung und Fügung. Deshalb gilt an dem Tage, da der Führer ein neues Lebensjahr beginnt, sein erster und getreulichster Dank dem allmächtigen und allgütigen Gott, der durch die Hand des Führers das deutsche Volk aus dem Leben der Verelendung und Knechtschaft errettet hat und es die Tage seiner Wiedererhöhung erleben ließ. Im gleichen Atemzuge gilt sein Gebet dem Leben und Wirken des Mannes, den Gott zu seinem Willensvollstrecker erhoben hat, ihn gegen die Nachstellungen seiner Feinde siegreich beschützend. Und mit diesem Gebete vereinigt sich das Bekenntnis zu treuer, aufrechter und entschlossener Gefolgschaft. W. P. Katholisches Kirchenblatt für das Bistum Augsburg, Titelseite 21.4.1940 Gott hat es zugelassen, dass das Vergeltungsschwert gegen England in unsere Hände gelegt wurde. Wir sind die Vollzieher seines gerechten göttlichen Willens. Katholisches Kirchenblatt für das nördl. Münsterland 9.3.1941 Es gibt nur wenige Männer...und zu diesen großen Männern gehört unstreitig der Mann, der heute seinen 52.Geburtstag feiert - Adolf Hitler -. Am heutigen Tag versprechen wir ihm, dass wir alle Kräfte zur Verfügung stellen, damit unser Volk den Platz in der Welt gewinnt, der ihm gebührt. Katholische Kirchenzeitung der Erzdiözese Köln 20.4.1941 Wir haben immer wieder und noch im Hirtenbrief des Sommers unsere Gläubigen zu treuer Pflichterfüllung, zu tapferem Ausharren, opferbereitem Arbeiten und Kämpfen im Dienste unseres Volkes in schwerster Kriegszeit eindringlichst aufgerufen. Mit Genugtuung verfolgen wir den Kampf gegen die Macht des Bolschewismus, vor dem wir deutschen Bischöfe in zahlreichen Hirtenbriefen vom Jahre 1921 bis 1936 die Katholiken Deutschlands gewarnt und zur Wachsamkeit aufgerufen haben, wie der Reichsregierung bekannt ist. aus einer Denkschrift aller katholischen Bischöfe Deutschlands vom 10.12.1941 Ein Sieg über den Bolschewismus wäre gleichbedeutend mit dem Triumph der Lehren Jesu über die der Ungläubigen. Die deutschen katholischen Bischöfe im Jahre 1942 Allmächtiger Vater, der Du die Gebete jener erhörst, die Dich lieben, wir bitten Dich, denen beizustehen, die sich in die Höhen Deines Himmels wagen und den Kampf zu unseren Feinden vortragen. ... Wir werden im Vertrauen auf Dich weiter unseren Weg gehen. Gebet eines christlichen Geistlichen vor dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima - Klerus und Krieg: man kann auch den Mantel der Nächstenlieb nach dem Wind hängen. Was kann durch einen Weltkrieg entschieden werden? Nicht mehr, als dass das Christentum zu schwach war, ihn zu verhindern. Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, dass er die Menschen schlechter machen kann. Humanität, Bildung und Freiheit sind kostbare Güter, die mit Blut, Verstand und Menschenwürde nicht teuer genug erkauft sind. Karl Kraus, Schriftsteller (1874-1936)
(Dieses Gedicht fehlt in fast allen Ausgaben Größer werden die Menschen nicht. Aus dem Glauben des Kreuzes Kruzifixus Am Kreuz hing sein gequält Gebeine, Doch die sich seine Jünger nannten, So, jedem reinen Aug' ein Schauder, ----------------------------------------------- Der Glaube ist zum Ruhen gut, Ein Sterbender Was ich gefehlt, des e i n e n bin ich frei; Auch bleib der Priester meinem Sarge fern; Theodor Storm, Dichter (1817-1888)
Es sind nicht alle fromm, die in die Kirche gehen. Wer's kann tut's, wer's nicht kann lehrt's. Ich tue als ein guter Christ Der Gott, der Eisen wachsen ließ, Hilf dir selbst, so hilft dir Gott. Wer's nicht glaubt, ist drum kein Ketzer. Glauben ist leichter als Denken.
Toskanisches Sprichwort
Für einen wissenschaftlich arbeitenden Menschen, der alles versucht zu verstehen, das Leben, die Umwelt, die Menschen, ist die verklausulierte Religion keine Alternative. Aber für die Bereiche, wo es den Menschen versagt ist, die Zusammenhänge zu verstehen, kann die Religion ein Erklärungsersatz sein. Daneben hat die Religion noch den Nachteil, dass sie als frühere Staatsreligion Vereinscharakter bei uns hat mit Traditionen und Zeremonien und vielen alten Anschauungen. Der Mensch, der "immer strebend sich bemüht", braucht nicht unbedingt aktives Mitglied der Kirche zu sein, um Gemüt, Herz und Toleranz im Sinne der Menschlichkeit zu praktizieren. Ich finde, dass ich in meiner Freiheit (bes. geistiger) noch mehr beschränkt würde, was übrigens auch das machtorientierte Ziel aller Religionen bisher war, weil die Verwaltung und Organisation der Religionsgemeinschaften natürlich von Menschen (und nicht von Heiligen) durchgeführt wurde und wird. Eberhard Liß (Brief vom 29.10.1978, an die Eltern)
Der "glaubende" Mensch deutet das für ihn Unerklärliche mit angenommenen 'irrationalen' Behauptungen aus anthropozentrischer Sicht. Geglaubt werden unbeweisbare Postulate als 'göttliche Offenbarungen', z. B. übernommene Glaubenssätze traditioneller Religionen.
Dogmatische Theorien basieren auf unwissenschaftlich (traditionell oder autoritär) definierten Grundsätzen, die nicht rational begründbar sind und nicht intersubjektiv überprüft werden können. Ideologien sind falsche Theorien über die Wirklichkeit (Weltanschaungen), die von partikulären Interessen (meist der Herrschenden) ausgehend demagogisch bestimmt werden und unwissenschaftlichen (dogmatischen) Theorien entsprechen.
Jede "Angstreligion" für Heilsversprechungen unter Androhung von Strafen ist ideologisches Menschenwerk (vgl. überlieferte Bibel-Varianten). Dieses wird antropozentrisch bestimmt durch machtpolitische Interessen und existenzielle Motive, aufgrund individueller Bedürfnisse und Wunschvorstellungen. - Die vielen Kriege der Menschheitsgeschichte waren meist ideologisch bestimmt von massenwirksamen (großen und kleinen) Religionen, die den Eroberern und Regierenden als Machtmittel dienten, - mit vielfältigem Nutzen für die Herrschenden im Bündnis mit der jeweiligen Amtskirche (vgl. Staatsreligionen, schon im Altertum; kriegerische Herrschaft von Päpsten und Kaisern u. a.). Das religiöse Postulat der "unsterblichen Seele" ermöglicht gläubigen Menschen die Hoffnung auf ein "Weiterleben nach dem Tod". Solch ein wunschgemäßes Axiom dient den vielfältigen Heilslehren (Angstreligionen) zur Verheißung eines ewigen und möglicherweise besseren Lebens im Jenseits (Himmel) als göttliche Belohnung für ein sündenfreies Leben in Demut, aber mit der Androhung von "Gottes Strafe" (Jüngstes Gericht) und sogar von "ewiger Verdammnis" (Hölle). - Außerdem gibt es in sehr alten (pan- oder polytheistischen) Religionen vergleichbare Axiome für "Reinkarnation" (Wiederverkörperung), d. h. die Verheißung von möglicherweise ewigem 'Weiterleben nach dem Tod' in andersartigen Organismen (Wiedergeburt, Seelenwanderung in Tieren oder Pflanzen, auch postuliert als Bestrafung oder Belohnung vorheriger Taten). Naturwissenschaftliche Erkenntnisse der Menschheit widersprechen fiktiven Behauptungen von Religionen oder Ideologien, insbesondere mystischen Legenden (Wunderglaube) und transzendenten Axiomen (Offenbarungen, Postulate).
Logisch unverständlich sind auch Geisterglaube (Ahnen, Engel, Heilige), Aberglaube (Opfer, Tabus) und traditionelle Zeremonien (Riten), die mit der Fantasie von "Halt suchenden" oder "hilflosen" Menschen in Beziehung stehen.
Die alten Schriftensammlungen der jüdisch-christlichen Religion (legendäres Menschenwerk aus Jahrhunderten) enthalten widersprüchlich deutbare Gottesvorstellungen und mysteriöse (unlogische) Behauptungen, die als "wahre Offenbarungen Gottes" blind geglaubt werden sollen. Beispiele hierfür sind: die Dreieinigkeit Gottes, d. h. die Trinität von Vater, Sohn und heiligem Geist, und die Doppelnatur Christi: der Jude Jesus als Marias und "Gottes Sohn" (Messias?) predigte gegen Gewalt und Geldgier, für Feindes- und Nächstenliebe, vollbrachte viele Wunder und starb als Märtyrer am Kreuz, ist aber "wieder auferstanden von den Toden" und erschien danach persönlich Maria Magdalena und seinen Jüngern; von da ab "sitzt er zur Rechten Gottes" und soll sogar als "richtender Erlöser" wieder zur Erde zurück kommen, um das "Reich Gottes" zu gründen. Kirchliche Dogmen, orthodoxe Bibelauslegungen und kreationistische Theorien eines "Intelligent Design" sind konfrontiert mit kosmologischen, archäologischen und biologischen Nachweisen für Theorien zum Universum und zur erdgeschichtlichen Entwicklung der Artenvielfalt bis zum Menschen.
Noch um das Jahr 1825 bekämpften katholische Bischöfe alle wissenschaftlichen Zweifel an ihrer Behauptung, dass eine "gottgewollte" Sintflut (etwa im Jahre 2340 v. Chr.) gewesen sein soll, die alles frühere Leben und Menschenwerk vernichtet hat, ausgenommen die Insassen der Arche Nohas. - Demnach müsste die heutige Menschheit durch Inzucht der Familie Nohas entstanden sein. Erst im 20. Jahrhundert hat die katholische Kirche widerstrebend eingeräumt, dass die naturwissenschaftlichen Lehren von Kopernikus, Galilei und Darwin sachlich plausibel sind.
Auch im hochtechnisierten 21. Jahrhundert werden viele religiöse Dogmen und Zeremonien administriert bzw. praktiziert, nicht nur von kirchlich Gläubigen, sondern auch von in der Öffentlichkeit stehenden Machthabern. Neuere Beispiele für dogmatische Maßnahmen sind:
Viele neuere religiöse Konflikte scheinen unvermeidlich zu sein, weil menschliche Ängste, Aberglaube und Irrationalität von fanatischen Religionsführern weiterhin für ihre eigenen Machtinteressen demagogisch ausgenutzt werden können, besonders durch Verheißungen eines "unerschütterlichen" Glaubens, dessen faszinierende Behauptungen über Geisterhaftes und Wunderbares nicht durch empirische Tests widerlegbar sind. Albert Einstein meinte: "Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und bestraft, der überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an uns selbst erleben, kann ich mir nicht einbilden. Auch ein Individuum, das seinen körperlichen Tod überdauert, mag und kann ich mir nicht denken; mögen schwache Seelen aus Angst oder lächerlichem Egoismus solche Gedanken nähren." [Wie ich die Welt sehe, um 1930] Fazit: Die vielen unterschiedlichen Religionen und Ideologien der Menschheit basieren auf durch evolutionäre Anpassung entstandenen Glaubenssätzen als transzendenten Axiomen, deren angenommene Wahrheit unbewiesen ist und für die logische Begründungen fehlen. Wissenschaftlich inakzeptabel sind religionsspezifische Behauptungen mit dogmatischem Wahrheitsanspruch, die keinen Zweifel zulassen, obwohl sie oft widersprüchlich sind. Religiöse Postulate dienten oft zur Begründung von praktizierter Intoleranz bei Glaubens- und Machtkämpfen bis hin zu verheerenden Religionskriegen in der Geschichte der Menschheit.
Albert Einstein schrieb: "Je weiter die geistige Entwicklung des Menschen vorschreitet, in desto höherem Grade scheint mir zuzutreffen, dass der Weg zu wahrer Religiosität nicht über Daseinsfurcht, Todesfurcht und blinden Glauben sondern über das Streben nach vernünftiger Erkenntnis führt." [1941] Wissbegierige Menschen streben nach Einsicht durch Erkenntnis und stellen sich grundsätzliche Fragen gemäß ihres modellhaften Weltbildes. Zu beantworten sind philosophische Fragen bei der Warheitssuche. Eine wissenschaftliche Wahrheitsfindung gelingt durch systematische Erforschung wirklicher Sachverhalte hinsichtlich erkennbarer Grundprinzipien (Ursprünge, Regeln). Prinzipielle Erkenntnisse (als Grunderkenntnisse) können gewonnen werden durch "kognitive" Verallgemeinerung angenommener Regelmäßigkeiten von ursprünglich erfassten, begrifflichen Beziehungen, die aufgefasst werden als erworbene (Grund-)Kenntnisse von grundsätzlich "begriffenen" (abstrahierten) Zusammenhängen situationsspezifischer Faktoren der untersuchten Sachverhalte (Situationen, Konstellationen). Diese entsprechen definierten Naturgesetzen oder Lebensweisheiten, die in Form von prägnanten Aussagen (als Logos-Relationen) ausdrückbar und dadurch kommunikativ mitteilbar sind. Die bisher unerklärlichen Naturvorgänge können von Menschen fantasiegemäß gedeutet und fiktiv beschrieben werden (Imagination, relativer Wissensstand). Diese sind nicht richtig verstehbar, solange das dafür erfordeliche Wissen fehlt (mangelhafte Einsicht). Fantasievolle Geschichten und irrationale Fiktionen sind irreal "ersponnene" Dichtungen oder "unwahre" Behauptungen, die mit nachprüfbaren Tatsachen (Fakten) nicht übereinstimmen. Die Unterscheidung von Fakten und Fiktionen ist nur mit wissenschaftlicher Skepsis durch kritisches Denken möglich, das schwerer fällt als blinder Glaube. Der sprachbegabte, selbstbezüglich denkende Mensch kann sinnlose und sinnvolle Fragen zu Gegenständen seiner Begriffswelt stellen.
Wir erkennen und deuten sogar Unerklärliches, - mit modellhaften Vorstellungen. Traditioneller Glaube an mindestens einen Gott (auch Teufel, Engel und Heilige), an Wunder und göttliche Kreationen zwecks "anthropozentrischer" Gestaltung von Universum und Leben verlangt von Menschen Glaubensbekenntnisse, die nicht wissenschaftlich begründbar sind. Wer an die Unsterblichkeit seiner Seele glaubt, nimmt sich selbst zu wichtig und ist an seiner Angst vor dem Tod selbst schuld. Wir glauben zu wissen, wenn wir vermutete Vorstellungen für wahr halten. Gläubige Menschen lassen sich stark verwundern von (für sie) Unvorhersehbarem oder Unerklärlichem, z. B. ein unerwartetes Phänomen oder zufälliges Zusammentreffen.
Beeindruckende Zufälle festigen ideologischen Wunderglauben. Glauben ist kein Wissen und betrifft mental Angenommenes als unbewiesene Behauptung (Postulat, Axiom), die zwar unbegründet aber unwiderlegbar ist und deshalb Hoffnung vermitteln kann. An Unwahres können wir glauben, aber Wahres können wir wissen. Wissen ist ein Führwahrhalten von bisher bewährten (begründeten) Kenntnissen, die theoretisch oder praktisch nutzbar sind, besonders für Urteile und (Vor-)Aussagen. »Von etwas wissen« heißt über erworbene Kenntnisse verfügen, die als begriffliche Beziehungen situationsbedingt erfasst worden sind. Die Wissenschaft ermöglicht im Unterschied zur Religion eine relative Wahrheitsfindung durch systematische Prüfung theoretischer Argumente zur Begründung von Behauptungen (d. h. Urteilsäußerungen mit Wahrheitsanspruch) aufgrund gewonnener Erkenntnisse von natürlichen Zusammenhängen (d. h. kognitiv erfasster Beziehungen).
Der unkritische "blinde" Glaube an dogmatische Theorien steht im Widerspruch zu rationalen Kritiken und wissenschaftlichen Theorien, die empirisch überprüfbar sind und als 'relativ wahr' gelten. Theorien, die auch in Übereinstimmung mit neueren Erkenntnissen wirklich zutreffen oder bestätigt werden, haben sich 'bisher bewährt', aber ohne Gewissheit für ihre künftige Nutzung. Der namhafte Soziobiologie E. O. Wilson schrieb: "Blinder Glaube, wie leidenschaftlich er auch ausgedrückt sein mag, genügt nicht mehr. Die Wissenschaft ihrerseits wird nicht aufhören, jede einzelne Prämisse über die Conditio humana zu überprüfen, und mit der Zeit wird es ihr gelingen, die Urschichten aller moralischen und religiösen Gefühle freizulegen."
Der "forschende" Mensch strebt nach Erkenntnis, vor allem zum Lösen von erkannten Problemen seines (Über-)Lebens. Er erwirbt Kenntnisse von seiner Umwelt und versucht, entdeckte Zusammenhänge mit erfassten Beziehungen zu erklären. Seine theoretischen Erkenntnisse beim Lernen durch Einsicht in prinzipielle Sinn-Zusammenhänge sind hypothetisch und ungewiss.
Erst nach ihrer empirischen Bewährung (Erprobung an der Realität) kann mit diesen Erkenntnissen das Erfahrungswissen erweitert oder vervollkommnet werden.
Lernen durch Einsicht führt zur Theorie. - Erst Lernen aus eigener Erfahrung wird zur Praxis einer Verhaltensänderung.
Kennzeichnend für mangelhafte Einsicht aufgrund fehlender Kenntnisse (z. B. bei der unerfahrenen Jugend) sind unkontrolliert übernommene "irreale" Vorstellungen (falsche Annahmen) für "unrichtige" (irrige) Einschätzungen oder "unklare" (verschwommene) Ansichten. Ideale Illusionen und Fiktionen beeindrucken nicht nur Jugendliche, dagegen sind realistische Ansichten und Aufklärungen oft unerfreulich oder wirken belastend als unerwünschte Seinserfahrung. Durch induktives Lernen (empirische Verallgemeinerung) situationsbedingt erworbene Kenntnisse werden als "bisher bewährtes" Teilwissen mit angenommener Allgemeingültigkeit (ungewisse Regelmäßigkeit) genutzt und solange empirisch erprobt, bis sie falsifiziert werden, z. B. aufgrund veränderter Umweltbedingungen (vgl. Variabilität komplexer Systeme). Mögliche Wissenskorrekturen durch Umlernen und Weiterlernen führen zur schrittweisen Verbesserung des ausbildbaren Erfahrungswissens (relative Wahrheit ohne Gewissheit). Das philosophische Induktionsproblem betrifft die "angenommene" Allgemeingültigkeit von 'induktiv' (erfahrungsgemäß verallgemeinert) gewonnenen Gesetzen, die als logisch formulierte Regeln oder wissenschaftlich definierte Theorien sprachlich ausgedrückt werden können (deklaratives Wissen). Auf angenommenen Gesetzmäßígkeiten basierende hypothetische Theorien dienen zur modellhaften Beschreibung von "kognitiv" erfassten Zusammenhängen von untersuchten Sachverhalten der Wirklichkeit.
Die Wahrheit einer (Vor-)Aussage wird sich nur dann praktisch erweisen, wenn ihre Behauptung mit beobachtbaren (messbaren) Tatsachen begründet werden kann.
Der Wahrheitsgehalt einer Aussage wird entscheidend dadurch bestimmt, ob sie logisch widerspruchsfrei (konsistent) im Vergleich mit Erfahrungswissen ist.
Wissenschaftliche Wahrheitsfindung erfordert eine kritische Analyse der begrifflich-abstrakten Modellvorstellungen des deklarativen Wissens aufgrund von "kennen gelernten" Zusammenhängen untersuchter Sachverhalte. Dabei müssen sich empirische und theoretische Erkenntnisse, die nutzbar sind für assoziativ erinnerte Vorstellungen und hypothetische Voraussagen, aufgrund von "bestätigenden" Beobachtungen (sinnlichen Wahrnehmungen) praktisch bewähren. Die Aufgabe einer wissenschaftlichen Wahrheitsfindung geht aus von "geglaubten" Axiomen und "hypothetischen" Theorien, die auch philosophische Fragen betreffen. Dazu findet man folgende Zitate von Karl R. Popper in dem Buch "Alles Leben ist Problemlösen", Piper, München, Zürich, 1994.
2. Zitate-Auswahl - aus dem Essay "Die erkenntnistheoretische Position der Evolutionären Für Popper ist Wahrheit zwar prinzipiell erreichbar, aber niemals beweisbar. Eine wahre Theorie ist möglich, aber hinsichtlich ihrer Gewissheit (d. h. Gültigkeit für die Zukunft) unbewiesen, - besonders aufgrund von unsicherem Wissen über veränderliche Umweltbedingungen.
Denkgewohnheiten und Vorurteile basieren auf pragmatischem Teilwissen, das als 'bisher bewährt' solange gilt, bis es durch neue Erfahrungen und Erkenntnisse erweitert und korrigiert werden muss. Gemäß dem 'Unschärfeprinzip der relativen Wahrheit' (meine Definition) gelten logische (Vor-)Urteile, die in Form von Aussagesätzen mitteilbar und kritisch überprüfbar sind, als 'relativ wahr' aufgrund von bisher bewährten Regeln und bestimmten Ausnahmen für Sonderfälle, aber nur solange diese Regeln nicht verändert werden (durch Lernen oder Umlernen). Induktive Wahrheitsfindung gelingt durch realitätsnah erworbene Kenntnisse (adäquat erfasste Beziehungen) von wesentlichen Zusammenhängen und ihre konstruktive Einordnung in ausbildbare Begriffsstrukturen korrigierbarer Modellvorstellungen des Erfahrungswissens. Situationsbedingt erworbene Kenntnisse von erfassten Beziehungen, die als bedingte Relationen einer lernfähigen Gedächtnisstruktur kurz- oder langzeitig 'behalten' werden können, entsprechen 'unsicherem Wissen' mit relativem Wahrheitsgehalt (keine Gewissheit). Wer beim induktiven Lernen aus beobachteten Einzelfällen angenommene Regelmäßigkeiten verallgemeinert und mit situationsbedingt erworbenen Kenntnissen (bedingten Relationen) von erfassten Beziehungen begründet, kann erlernte (Verhaltens-)Regeln versuchsweise nutzen, auch wenn er keine Gewissheit für seine theoretischen oder praktischen Kenntnisse hat. »Gewissheit durch Wahrheitsfindung« geben bisher bewährte Kenntnisse von erfassten Beziehungen der Wirklichkeit nur so lange sie bestehen bleiben. Unser begrenztes Wissen ist unvollständig und nur relativ wahr ohne Gewissheit. Ein Glaube an die Gewissheit von geprüftem Wissen ist nur dann begründet, wenn alle verfügbaren Quellen zur Wahrheitsfindung kritisch ausgeschöpft worden sind. Hinweis: Näheres findet man unter www.liss-kompendium.de, Rubrik "Kognitive Logik", z. B. im Essay "Kognitiv-logische Grunderkenntnisse" mit Links zu meinen publizierten Beiträgen.
Hinweis: Der Herausgeber der Zitate übernimmt keine Gewähr für ihre Vollständigkeit und Richtigkeit. Ende Teil 4 » TOP | zum Teil 1 | zum Teil 2 | zum Teil 3 | HOME | www.liss-kompendium.de
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